Der Dresdner Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 3. September 2026, das Planungsteam FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft mit der weiteren Planung für den Wiederaufbau der Carolabrücke beauftragt.Dem Stadtrat lagen die Einschätzung des Fachexpertengremiums, die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung „carolaVOTE“ und die Empfehlung des Begleitgremiums vom 18. August 2026 vor.

Der Sieger steht fest, der Stadtrat hat sich mehrheitlich für den Entwurf von FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft   entschieden.. © FHECOR Deutschland GmbH und TSSB PlanungsgesellschaftDer Sieger steht fest, der Stadtrat hat sich mehrheitlich für den Entwurf von FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft entschieden.. © FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft

So geht es mit der Planung weiter
Noch im September 2026 soll das ausgewählte Planungsteam mit den nächsten Planungsleistungen beauftragt werden. Der Wiederaufbau der Carolabrücke erfordert eine umfassende und schrittweise Planung. Ein wesentlicher Teil der Gesamtleistung liegt dabei bereits vor dem eigentlichen Baubeginn. Dazu gehören die technische Ausarbeitung des Entwurfs, Abstimmungen mit verschiedenen Beteiligten und die Vorbereitung der Ausschreibung. Zunächst wird die Vorplanung abgeschlossen. Bei Ingenieurbauwerken wie der Carolabrücke macht dieser Planungsschritt entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) rund ein Viertel der gesamten Planungsleistungen aus. Damit wird deutlich, dass auch nach der Auswahl des Planungsteams noch ein erheblicher Teil der Planung bevorsteht.

Danach wird der ausgewählte Entwurf in der Entwurfsplanung weiter ausgearbeitet. Dabei werden unter anderem die Statik, die Straßenaufbauten, die Entwässerung und die Kosten detailliert geplant. Auch die Fachplanungen für Fernwärme, Beleuchtung und die Fahrleitungsanlage der Straßenbahn müssen aufeinander abgestimmt werden. Liegt der fertige Entwurf vor, folgen weitere Abstimmungen mit Behörden, Versorgungsträgern und Verbänden. Auf dieser Grundlage wird die Planung für die Ausschreibung vorbereitet. Die Ausschreibungsunterlagen legen fest, welche Bauleistungen, technischen Anforderungen und Mengen die beauftragten Bauunternehmen umsetzen müssen. Der Baubeginn für den Wiederaufbau der Carolabrücke ist für Mai 2028 geplant.

Hintergrund
Der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden beschloss im Juni 2025 den Wiederaufbau der Carolabrücke als Ersatzneubau. Anschließend wurden im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung vier Planungsteams mit der Erarbeitung von Entwürfen beauftragt. Die Entwürfe wurden am 26. Mai 2026 übergeben und anschließend im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung „carolaVOTE“ und weiterer Beteiligungsformate diskutiert. Ein Fachexpertengremium bewertete die Entwürfe fachlich. Das Begleitgremium sprach sich am 18. August 2026 für das nun vom Stadtrat beauftragte Planungsteam aus.

Weitere Informationen: www.dresden.de/carolabruecke

Quelle: Landeshauptstadt Dresden