Das Interdisziplinäre Zentrum für Intensivmedizin (IZI) am Universitätsklinikum Dresden hat seine Arbeit aufgenommen. Ziel des neuen Netzwerks ist die patientenzentrierte und qualitativ hochwertige Versorgung kritisch kranker Menschen in der Region. Seinen Ursprung hat das IZI in der engen Zusammenarbeit verschiedener Kliniken während der Corona-Pandemie. Mit dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Einrichtung intensivmedizinischer Zentren wurden die Voraussetzungen geschaffen, diese Strukturen dauerhaft in die Regelversorgung zu überführen. Seit 2024 entstanden dafür interne Organisationsstrukturen und Prozesse sowie ein regionales Netzwerk aus Partnerkliniken in Ostsachsen.
Interdisziplinäres Zentrum für Intensivmedizin geht an den Start. Foto: UKDD
Alle Intensivstationen des Universitätsklinikums Dresden (ANE-ITS, PÄD-ITS, MK-ITS, NEU-ITS und ZCH-ITS) wurden in das IZI integriert. Dadurch werden medizinische Expertise, innovative Technologien und interdisziplinäre Zusammenarbeit gebündelt. Direktor des IZI ist Prof. Dr. Peter Spieth, stellvertretender Direktor ist Dr. Hanns Held. Darüber hinaus haben sich bereits 17 Partnerkliniken dem Interdisziplinären Zentrum angeschlossen. „Wir wollen gemeinsam mit den Netzwerkkliniken eine innovative und ganzheitliche Intensivmedizin in den Mittelpunkt stellen. Die bestmögliche Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten basiert auf gegenseitigem Verständnis und der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten“, sagte Prof. Dr. Peter Spieth beim ersten IZI-Netzwerktreffen Anfang Mai. Die Veranstaltung markierte den offiziellen Start des Interdisziplinären Zentrums für Intensivmedizin und brachte die Partner des Netzwerks zusammen.
Ein zentraler Bestandteil des IZI ist die fallbezogene Beratung über eine rund um die Uhr verfügbare Konsil-Hotline. Ziel ist es, die krankenhausübergreifende Arzt-zu-Arzt-Kommunikation in der Intensivmedizin strukturiert, dokumentiert und schnell zu ermöglichen. Zusätzlich bietet das Zentrum regelmäßige intensivmedizinische Fort- und Weiterbildungen an, teilweise auch in digitalen Formaten. Im Jahr 2026 wurden auf dieser Grundlage bereits 23 netzwerkübergreifende Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt.
Prof. Dr. Peter Spieth, MSc (Direktor Interdisziplinäres Zentrum für Intensivmedizin). Foto: UKDD
„Unsere Arbeit basiert auf der engen Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus allen medizinischen Disziplinen. Dieses interdisziplinäre Zusammenspiel ermöglicht es uns, auch bei komplexen Krankheitsbildern individuelle und patientenzentrierte Behandlungsstrategien zu entwickeln“, ergänzt Prof. Dr. Peter Spieth. Die enge Vernetzung mit regionalen Kliniken soll zudem sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten in der gesamten Versorgungsregion die richtige Behandlung am richtigen Ort und zur richtigen Zeit erhalten. Nachhaltiges Handeln und ein bewusster Umgang mit Ressourcen sind dabei zentrale Grundsätze des Interdisziplinären Zentrums für Intensivmedizin.
Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden