Die Sanierung am Römisches Bad kommt planmäßig voran: Seit dem Baustart im Mai 2025 wurden umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen umgesetzt. In der aktuellen Bausaison stehen insbesondere die Arbeiten an den Kolonnaden sowie am westlichen Portikus und an der Treppenanlage im Mittelpunkt. Parallel dazu wächst die Unterstützung aus der Bürgerschaft: Seit Beginn der Spendenkampagne sind rund 150.000 Euro auf dem städtischen Spendenkonto eingegangen. Die Mittel sollen vor allem dafür eingesetzt werden, die Brunnentechnik und das Wasserbecken zu erneuern, damit die historische Fontäne wieder in Betrieb gehen kann.
Die Sanierung am Römisches Bad kommt planmäßig voran. Foto: MeiDresden.de
Stephan Kühn, Baubürgermeister der Landeshauptstadt Dresden: „Ich danke allen Spenderinnen und Spendern für das große Engagement. Es zeigt, wie wichtig vielen das Römische Bad ist. Es ist toll zu sehen, dass es deutlich vorangeht und das Römische Bad Stück für Stück wieder lebendig wird. Eindrucksvoll wird sicherlich sein, wenn wir die Fontäne wieder sprudeln sehen können. Dafür brauchen wir noch weitere Spenden und Unterstützer. Auch 2026 haben wir Veranstaltungen und Aktionen zugunsten des historischen Kleinods geplant.“
Was wurde schon geschafft?
Bauarbeiten und Spendenkampagne begannen im Mai 2025. Bisher wurde die Abdichtung der oberen Kolonnaden erneuert, um weitere Wasserschäden zu verhindern. In den beiden Treppenräumen erfolgten Rohbauarbeiten, um den späteren Einbau eines öffentlichen WCs und der Pumpentechnik für das Wasserbecken vorzubereiten. Darüber hinaus wurde die Stützwand des westlichen Treppenraums im Hang verankert. Die Balustraden wurden demontiert, um sie zu restaurieren und anschließend neu zu befestigen. Mit einem Trockenstrahlverfahren wurden vorsichtig die ersten Natursteinflächen gereinigt. Beim Portikus West wurden die Säulen mit einem Raumgerüst abgestützt und die Betondecke zurückgebaut, die Kapitelle (Stützenköpfe) wurden vorsichtig demontiert und befinden sich derzeit in der Aufarbeitung.
Wie geht es weiter?
Mit dem Auszug der Fledermäuse aus ihren Winterquartieren am Römischen Bad können die Arbeiten an den Kolonnaden beginnen: Die Balustraden-Elemente werden demontiert und gereinigt, ergänzt und neu verankert, alle Sandsteine werden gereinigt und – wo erforderlich – durch den Steinmetz ergänzt. Die Putzflächen werden erneuert und im Anschluss wird ein Maler die ursprüngliche Farbfassung wieder auftragen. Diese Arbeiten laufen bis zum 16. August. Danach beginnt erneut die Schutzzeit der Fledermäuse, in der keine lauten und erschütterungsintensiven Arbeiten in diesem Bereich möglich sind.
Ab 2027 konzentrieren sich die Arbeiten auf das Wasserbecken. Die Anlage aus der DDR-Zeit wird zurückgebaut und ein neues Becken nach historischem Vorbild errichtet. Ziel ist es, die Fontäne wieder sprudeln zu lassen.
Die Sanierung am Römisches Bad kommt planmäßig voran. Foto: MeiDresden.de
Spendenkampagne soll Fontäne wieder sprudeln lassen
Für den Abschluss der Arbeiten am Römischen Bad fehlt derzeit das Geld und es läuft eine Spendenkampagne. Rund 150.000 Euro haben Bürgerinnen und Bürger für das Römische Bad gespendet. Dieses Geld soll dafür eingesetzt werden, die Fontäne des Brunnens zum Leben zu erwecken. Um die Arbeiten am Römischen Bad zu vollenden, müssen noch angrenzende Bereiche der denkmalgeschützten Parkanlage wiederhergestellt werden, darunter historische Wege mit Sandsteinrinnen sowie notwendige Nachpflanzungen. Die Landeshauptstadt Dresden ruft daher weiterhin Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen dazu auf, die Sanierung des Römischen Bades mit einer Spende zu unterstützen.
Nach einem erfolgreichen Benefizkonzert mit Jan Vogler und Kevin Zhu im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele sind weitere Veranstaltungen zugunsten des Römischen Bades geplant. Dazu zählen unter anderem Führungen zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 sowie ein Baustellen-Picknick vor Ort. Diese Angebote ermöglichen Einblicke in den Baufortschritt und sollen zusätzliche Unterstützung für die weitere Sanierung mobilisieren.
Fledermäuse im Römischen Bad
Das Römische Bad ist ein Fledermausquartier von überregionaler Bedeutung. Über 1.000 Abendsegler verbrachten von Mitte August 2025 bis Ende März 2026 unterhalb der Kolonnaden ihre Winterruhe. In der Ein- und Ausflugphase reagieren die Tiere besonders empfindlich auf Störungen. So können beispielsweise Baugerüste den Zugang zu ihren Quartieren erschweren oder das Verletzungsrisiko erhöhen. Der Schutz der Fledermäuse hat daher direkten Einfluss auf den Bauablauf. Erst nach dem Auszug der Tiere im Frühjahr konnten die Gerüste gestellt und die Arbeiten an den Kolonnaden fortgesetzt werden.
Quelle: Landeshauptstadt Dresden