Das Amt für Stadtplanung und Mobilität der Landeshauptstadt Dresden startete mit „mobiVOTE“ die dritte digitale Bürgerbeteiligung im Rahmen der Erarbeitung des Dresdner Mobilitätsplans 2035+. Ab sofort sind Menschen, die in Dresden unterwegs sind, eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Einschätzung zu den insgesamt 70 Maßnahmen für die Zukunft der Mobilität in der Landeshauptstadt abzugeben. Die Umfrage richtet sich an die Dresdnerinnen und Dresdner, aber auch an Menschen aus dem Umland.
Stadtbahnwagen 2906 © MeiDresden.de
Baubürgermeister Stephan Kühn: „Die Ergebnisse von mobiVOTE bilden eine zentrale Grundlage für die anschließende Beschlussvorlage für den Dresdner Stadtrat. Deshalb schließt die Beteiligung auch mit der Frage: Wenn Sie Stadträtin wären, würden Sie dem Mobilitätsplan 2035+ und seinen Maßnahmen basierend auf Ihrer persönlichen Bewertung zustimmen? Vorherige Beteiligungen haben gezeigt: Die Menschen in Dresden erwarten eine transparente, inklusive und zukunftsorientierte Mobilitäts- und Stadtentwicklung, sie wollen beim Thema Mobilität mitreden. Die Teilnahme an „mobiVOTE“ ist Dienstag, 7. April 2026, möglich unter www.dresden.de/mobiVOTE Für die Teilnahme an mobiVOTE werden etwa 15 Minuten benötigt.
Das Team des Dresdner Mobilitätsplans 2035+ lädt an vier Nachmittagen zum Dialog ins Stadtforum ein. Es besteht die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen und direkt vor Ort an mobiVOTE teilzunehmen. Termine finden jeweils von 16 bis 18 Uhr statt: Dienstag, 10. März 2026; Dienstag, 24. März 2026; Donnerstag, 26. März 2026 und Dienstag, 31. März 2026.
Darüber hinaus finden insgesamt 85 mobiVOTE-Workshops für Kinder und Jugendliche ab Klasse 7 in 20 Dresdner Gymnasien, Oberschulen und Berufsschulen im gesamten Stadtgebiet statt.
Neuaufstellen des Dresdner Mobilitätsplans
Im Jahr 2014 beschloss der Stadtrat den Verkehrsentwicklungsplan 2025plus. Er bildete die planerische Grundlage für Dresdens Mobilität im vergangenen Jahrzehnt. Seit seiner Erarbeitung in den Jahren 2009 bis 2013 haben sich etliche Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Heute ist Mobilität vielfältiger: Digitale Anwendungen optimieren Wegeketten, Sharing-Angebote sind etabliert, Busse fahren elektrisch, automatisiertes Fahren sowie Künstliche Intelligenz gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig wachsen die Herausforderungen – wirtschaftlich ebenso wie mit Blick auf Lärmminderung, Verkehrssicherheit, Erreichbarkeit und Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund wird der Verkehrsentwicklungsplan seit 2021 neu aufgestellt – als Dresdner Mobilitätsplan 2035+. Er zeigt, wie sich Stadt, Technik und Mobilitätsbedürfnisse künftig entwickeln können. Im Unterschied zum bisherigen Plan wurde dieses Konzept von Beginn an durch eine umfassende Beteiligung der Stadtgesellschaft mitgestaltet.
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Mobidialog als zentrales Beteiligungsgremium
Bereits 2022 beschloss der Dresdner Stadtrat 14 Leitziele für die Mobilität. Dazu zählen unter anderem Erreichbarkeit, Teilhabe, Verkehrssicherheit, Gesundheit und eine stadtverträgliche Verkehrsmittelwahl. An diesen Zielen müssen sich die geplanten Maßnahmen und ihre Wirkungen messen lassen.
Im Gremium „MOBIdialog“ wurden in einem vierjährigen Prozess gemeinsam mit der Bürgerschaft, Interessenverbänden und der Stadtpolitik verschiedene Szenarien diskutiert und zentrale verkehrsplanerische Maßnahmen entwickelt.
Frank Fiedler, Abteilungsleiter Verkehrsentwicklungsplanung: „Natürlich wäre es wünschenswert, alle Leitziele vollständig zu erreichen. In einer lebendigen Stadt gilt es jedoch, unterschiedliche Interessen sorgfältig auszubalancieren. Der Mobilitätsplan 2035+ soll diesen Ausgleich ermöglichen – mit 70 Maßnahmen, die rund 80 Prozent der Leitzielerreichung als tragfähigen Kompromiss umsetzen. Das ist ein realistischer und verantwortungsvoller Schritt nach vorn.“
Die 70 Maßnahmen gliedern sich in acht Kategorien – vom Kfz-Verkehr über den Fuß- und Radverkehr bis hin zu Stadtraum, Vernetzung und Steuerung. Sie decken sämtliche relevanten Mobilitätsthemen ab. So hat mehr als die Hälfte der Maßnahmen Bezug zum Berufs- und Wirtschaftsverkehr und rund ein Drittel zum Pendlerverkehr.
Weitere Informationen:
· zur Bürgerbeteiligung mobiVOTE www.dresden.de/mobivote
· zum Dresdner Mobilitätsplan 2035+ www.dresden.de/mobiplan
Quelle: Landeshauptstadt Dresden