Am Montag, 9. März 2026, beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Skate-Anlage Lingnerallee in der Dresdner Innenstadt. Nach zwei Jahrzehnten intensiver Nutzung weist die Anlage zum Teil starke Verschleißspuren auf, vor allem eine Absenkung von Flats, wodurch Stolperkanten sowie Risse im Beton und Ausbrüche an Fugen entstanden. Außerdem hat sich nicht alles, was 2005 gebaut wurde, bewährt: Manche Abstände der Elemente zueinander hätten größer sein sollen, manche höher oder niedriger, einzelne Elemente wurden nie befahren.
Skateanlage © DSGN CONCEPTS
Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Klima, Recht und Ordnung: „Nach fast 20 Jahren intensiver Nutzung wird die bedeutendste Skate-Anlage für Dresden und Umgebung bis zum Herbst 2026 wieder auf Vordermann gebracht und modernisiert. Auf derselben Fläche und mit annähernd der gleichen Flächenaufteilung gestalten wir vor allem den in Richtung Großer Garten gelegenen Betonbereich der Anlage grundsätzlich um. Es wird eine moderne und attraktive Anlage entstehen, die sich noch mehr als bisher an den Wünschen der Nutzenden orientiert und Spaß am Rollsport sowie einen Treffpunkt für Jung und Alt bietet. Die Planung der Skate-Anlage ist bereits auf die spätere Offenlegung des Kaitzbaches abgestimmt. Nach der mittelfristigen Realisierung dieser Maßnahme wird das Stadtklima im Bereich der Lingnerallee durch Beschattung und Kühlung verbessert.“
Mit dem Umbau der Skate-Anlage werden auch Gefahrenpunkte im Umfeld der Betonanlage beseitigt. Der gleichzeitigen Benutzung der Anlage von vielen Akteuren wird besser entsprochen. Diejenigen, die ihre ersten Schritte auf Inlineskates versuchen, bekommen etwas mehr Raum.
Während der Bauarbeiten kann die Skate-Anlage nicht genutzt werden. Freunde des Rollsports werden gebeten, andere Skate-Anlagen im Stadtgebiet wie zum Beispiel am Binzer Weg in Klotzsche, an der Gamigstraße in Prohlis oder an der Freiberger Straße innerhalb des Weißeritzgrünzugs zu nutzen.
Welche Elemente wird es zukünftig auf der Anlage geben?
Damit die Skate-Anlage nach der Umgestaltung den Wünschen und Bedürfnissen der Nutzer entspricht, gab es von Juni 2024 bis März 2025 einen Beteiligungsprozess mit zwei Veranstaltungen, in die sich zahlreiche Rollsportler und Rollsportlerinnen aktiv einbrachten.
Es wird ein System urbaner Skate-Elemente aus Ortbeton, eine Mischung aus organisch radialen (Quarters) und schrägen Rampen (Banks) hergestellt, die mit Ledges (Mauern), Rails (Geländer) und Curbs (Blöcken) ergänzt werden, so dass Fahrwege in mehreren Schwierigkeitsgraden und für verschiedene Rollsportgeräte entstehen. Außerdem wird die Asphaltfläche um einen kleinen Bereich an der Miniramp erweitert.
Danach lässt sich die Skate-Anlage wieder mit nahezu allem benutzen, was Rollen hat. Skateborder, Inlineskater, BMX- und Scooter-Fahrer und auch Rollstuhlfahrer können sich auf der Anlage sportlich betätigen.
Finanzierung und Kosten
Die Skate-Anlage Lingnerallee liegt im Fördergebiet „Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt“ und ist Teil des Förderprogramms „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung (NiSE)“ für den Zeitraum 2021-2027. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus den Haushalten des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft sowie des Amtes für Stadtplanung und Mobilität. Von den insgesamt 800.000 Euro für Planung und Bau werden 70 Prozent über Fördermittel finanziert.
Die Neugestaltung der Freifläche ist Teil des Förderprogramms „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung (NiSE)“ im Fördergebiet „Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt“ und wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert.
Weitere Informationen:
www.dresden.de/skateanlagen
www.dresden.de/stadtgruen-beteiligung
Quelle: Landeshauptstadt Dresden