Der Zoo Dresden freut sich über einen besonderen Nachwuchserfolg: Am 10. Mai 2026 wurden bei den Löffelhunden vier Jungtiere geboren. Noch erfreulicher ist, dass sich die Welpen prächtig entwickeln und sich seit Sonntag das erste Mal aus der Wurfhöhle wagen. Es ist die erste erfolgreiche Aufzucht von Löffelhunden in der Geschichte des Zoo Dresden. Dieser Erfolg hat für das Zoo-Team eine besondere Bedeutung. Nach drei vorherigen Würfen, bei denen die Jungtiere leider nicht aufgezogen werden konnten, hatte man die Hoffnung auf Nachwuchs bereits beinahe aufgegeben. Nun hat es im vierten Anlauf geklappt. Die Mutter zog sich nach der Geburt für längere Zeit in den Bau zurück und wechselte sich dort mit ihrem Partner ab. Erst in ihrer vierten Lebenswoche wagten sich die vier Welpen erstmals ins Freie.
Löffelhunde Nachwuchs im Zoo Dresden . Foto © Christina Strauß
Löffelhunde bringen nach einer Tragzeit von etwa 60 bis 70 Tagen meist ein bis sechs Jungtiere zur Welt. Die Jungtiere werden rund 14 bis 15 Wochen gesäugt und verbringen ihre ersten Lebenswochen gut geschützt im Bau. Besonders bemerkenswert ist die Rollenverteilung bei der Aufzucht. Während die Mutter nach der Geburt vor allem mit der Milchproduktion beschäftigt ist und dafür viel Nahrung aufnehmen muss, übernimmt der Vater einen Großteil der Betreuung. Er bewacht die Welpen, hält sie sauber und beschäftigt sie. Bei Löffelhunden spielen die Väter daher eine entscheidende Rolle für das Aufwachsen des Nachwuchses.
Löffelhunde Nachwuchs im Zoo Dresden . Foto © Christina Strauß
Auch darüber hinaus gehören Löffelhunde zu den sozialsten Vertretern der Hundeartigen. Anders als viele andere Fuchsarten leben sie äußerst friedlich miteinander. Die Reviere verschiedener Familien können sich überschneiden, ohne dass es zu Konflikten kommt. Zudem pflegen die Tiere intensive soziale Kontakte und betreiben regelmäßig gegenseitige Fellpflege.
Löffelhunde Nachwuchs im Zoo Dresden . Foto © Christina Strauß
In ihrer afrikanischen Heimat sind Löffelhunde häufig in der Nähe großer Huftierherden wie Zebras oder Gnus anzutreffen. Der Grund dafür liegt in ihrem Speiseplan: Die Hinterlassenschaften der Pflanzenfresser ziehen zahlreiche Mistkäfer an – eine absolute Lieblingsspeise der Löffelhunde. Der Zoo Dresden freut sich über diesen bedeutenden Zuchterfolg und hofft, die vier Jungtiere auch weiterhin gesund aufwachsen zu sehen. Noch braucht am etwas Glück, um die kleinen Löffelhunde zu beobachten, da sie auch tagsüber noch viel Schlafen, aber die Aktivitätszeiten werden zunehmend länger.
Löffelhunde Nachwuchs im Zoo Dresden . Foto © Christina Strauß
Quelle:Zoo Dresden