Sie ist und bleibt eine lebende Legende. Gorilla-Dame Fatou feierte am 13. April 2026 ihren 69. Geburtstag und gilt damit weiterhin als ältester Gorilla der Welt. Seit mehr als sechs Jahrzehnten lebt sie im Zoo Berlin und ist dort nicht nur das älteste Tier, sondern auch eine ganz besondere Persönlichkeit. „Fatou ist ein faszinierender Ruhepol im Zoo Berlin und zieht unsere Gäste mit ihrer würdevollen Art in ihren Bann. So hat sie über viele Jahrzehnte hinweg unzählige Menschen begeistert und ist damit eine wichtige Botschafterin für den Schutz der Westlichen Flachlandgorillas“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Die Westlichen Flachlandgorillas sind unter anderem durch Lebensraumzerstörung und Wilderei vom Aussterben bedroht. Gerade Tiere wie Fatou machen daher deutlich, wie wichtig es ist, Verantwortung für bedrohte Arten zu übernehmen und ihre natürlichen Lebensräume zu schützen.“ 

Fatou Geburtstag © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark BerlinFatou Geburtstag © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark Berlin

Mit ihrem hohen Alter gehen auch besondere Anforderungen an Haltung und Pflege einher. Deshalb wird Fatous Gesundheitszustand engmaschig von einem Team aus Tierärzt*innen, Kurator*innen und Tierpfleger*innen beobachtet und regelmäßig gemeinsam bewertet. Dabei zeigt sich, dass sie sich mittlerweile altersentsprechend etwas ruhiger bewegt und insgesamt mehr Zeit für ihre täglichen Aktivitäten benötigt. „In diesem Alter ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen und individuell auf das Tier einzugehen“, erklärt Kuratorin Dr. Jennifer Hahn. „Wir beobachten Fatou sehr genau und passen ihre Betreuung kontinuierlich an ihre Bedürfnisse an.

Fatou Geburtstag  © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark BerlinFatou Geburtstag © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark Berlin

Dazu gehört auch, ihr ausreichend Rückzug zu ermöglichen. Sie lebt in ihrer eigenen Anlage, abseits der quirligen Gorillagruppe und hat so die Ruhe, die sie in ihrem hohen Alter verdient.“ Ein wichtiger Bestandteil dieser Fürsorge ist die kürzlich erfolgte gezielte Anpassung ihrer Ernährung durch die Abteilung Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung des Zoo Berlin. Obst steht für die ältere Dame inzwischen nicht mehr auf dem Speiseplan, da der hohe Zuckergehalt gesundheitliche Risiken wie Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen begünstigen kann.

Fatou Geburtstag  © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark BerlinFatou Geburtstag © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark Berlin

Fatou erhält mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, die jeweils aus ausgewählten Futtermitteln bestehen. Diese Form der Fütterung unterstützt ein natürliches Verhalten und sorgt dafür, dass die Nahrung optimal aufgenommen wird. Ergänzend wird das Futter gezielt auf der Anlage verteilt oder in Beschäftigungselementen angeboten, um Fatou auch geistig zu fordern. Wenn das Wetter es zulässt, nutzt die Seniorin weiterhin ihre Außenanlage und genießt dort die ruhigen Momente an der frischen Luft. Fatou kam bereits 1959 nach Berlin und hat damit auch den Wandel in der Stadt- und Zoogeschichte miterlebt.

Quelle: Zoo Berlin