MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und Sanitätsdienst ziehen Bilanz zur BRN 2017
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Polizeireport-Dresden.de  18.06.2017  16:45 Uhr - Zur BRN in der Dresdner Neustadt hatte die Polizei so einiges zu tun. So gab es eine versuchte Vergewaltigung. Aber auch verbotene Gegenstände wurden sichergestellt. Rund 320 Beamte der Dresdner Polizei und der Sächsischen Bereitschaftspolizei waren im Einsatz.

Am Sonntagnachmittag kann die Dresdner Polizei ein erstes positives Fazit zur diesjährigen Bunten Republik Neustadt ziehen. Es war ein friedliches Stadteilfest.

Vereinzelt kam es jedoch zu typischen Vorkommnissen am Rande derartiger Großveranstaltungen. So stellten die Einsatzkräfte seit Freitag bislang 75 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten fest. Schwerpunkte bildeten hierbei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (33) sowie Körperverletzungs-delikte (13). Weiterhin mussten zehn Diebstähle, sechs Sachbeschädigungen, vier Beleidigungen sowie weitere vier Verstöße gegen das Waffengesetz verzeichnet werden. Gemessen an der Vielzahl der Besucher bewegen sich die Zahlen aus Sicht der Polizei im Rahmen.

Besonderheiten

In der Nacht zum Samstag versuchte ein Unbekannter sich an einer 31-Jährigen zu vergehen. Der Täter zog die Frau auf einer Wiese an der Paulstraße zu Boden und rieb sich an ihr. Aufgrund der Hilferufe der Geschädigten, ließ er von ihr ab und flüchtete. Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben ohne Erfolg.

Im Verlauf des Samstagnachmittages nahmen Polizeibeamte zwei Männer (27, 31) ins Gewahrsam, dies sich im aggressiv auf dem Festgelände aufführten. Der 31-Jährige beschädigte zudem ein Moped am Bischofsweg. Sie wurden später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen einen 19-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Der junge Mann hatte in der Nacht zum Sonntag am Bischofsweg mehrfach den Hitlergruß skandiert.

Heute Vormittag trafen Polizeibeamte einen Mann (37) auf dem Görlitzer Straße an, der einen sogenannten Hirschfänger sowie ein Jagdmesser bei sich hatte. Zudem stand der Mann unter Alkoholeinfluss (1,8 Promille) und zeigte sich renitent. Gegen ihn wird wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Widerstandes ermittelt.

Während des vergangenen Wochenendes wurden die Beamten der Dresdner Polizei von Einsatzkräften der Sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Zu den Schwerpunktzeiten, in den Nächten zum Samstag und Sonntag, waren jeweils rund 320 Beamte im Einsatz.

Quelle: Polizei Dresden

 

Einsatz des Ordnungsamtes und  der Feuerwehr zur Bunten Republik Neustadt

Rund 100 Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdienstes (GVD) des Ordnungsamtes waren im Rahmen der Bunten Republik Neustadt (BRN) täglich vom 16. bis 18. Juni im Einsatz. Sie setzten die verkehrsrechtliche Anordnung in den betreffenden Straßen um und sicherten damit die Aufbauphase für die einzelnen Veranstalter ab. Während des Festes sorgten die Bediensteten für die Durchsetzung und Einhaltung der Polizeiverordnung zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt und sicherten damit eine weitestgehend reibungslose Durchführung des Festes.   

Die Aufbauarbeiten der einzelnen Veranstalter am Freitag verliefen überwiegend problemlos entsprechend der ausgestellten Sondernutzungsgenehmigungen. Alle sicherheitsrelevanten Bereiche blieben somit frei von Aufbauten.

Verkehrsüberwachung im Festgebiet
Bis Sonntag, 18. Juni,  14 Uhr, wurden innerhalb des Festgebietes insgesamt 37 Verkehrsordnungswidrigkeiten erfasst. In 9 Fällen mussten die Bediensteten die unrechtmäßig abgestellte Fahrzeuge aus dem Festgebiet umsetzten lassen, um das Stadtteilfest abzusichern.   

Freitag, 16. Juni:    25 Verkehrsordnungswidrigkeiten    8 Umsetzungen
Samstag, 17. Juni:    8 Verkehrsordnungswidrigkeiten    1 Umsetzung
Sonntag, 18. Juni (14 Uhr):    4 Verkehrsordnungswidrigkeiten    0 Umsetzungen

Glasflaschenverbot und  Zugangskontrollen zum Festgebiet
Gemäß der während der BRN geltenden Polizeiverordnung waren das Mitbringen von Glasflaschen ins Festgebiet und der Verkauf von Glasflaschen im Festgebiet verboten. Gemeinsam mit der Polizei kontrollierten die Bediensteten an den Hauptzugänge zum Festgebiet entsprechend die Besucher. Die 15 extra aufgestellten Glascontainer an den Zugangsstraßen wurden gut genutzt. Die Besucher bekamen außerdem die Möglichkeit, ihre in Glasflaschen mitgeführten Getränke in Plastikbecher umzufüllen. Tagsüber wurden diese Kontrollpunkte genutzt, um das Zufahrtsverbot für Fahrzeuge durchzusetzen.

Durchsetzung des Lärmschutzes
Um die Nachtruhe der Anwohner zu gewährleisten, mussten gemäß Polizeiverordnung lärmintensive Veran-staltungen um 1 Uhr am Sonnabendmorgen und am Sonntagmorgen beendet werden. Leider mussten die Bediensteten am Sonntagmorgen zehn Ruhestörungen nach 1 Uhr feststellen und entsprechend unterbinden.

Besondere Vorkommnisse
Am Samstag, 17. Juni, schlug ein vermutlich unter Drogeneinfluss stehender Mann wahllos auf Besucher ein. Die Bediensteten des GVD konnten den aggressiven Mann überwältigen und dann der Polizei übergeben.

Fundsachen
Insgesamt 20 Fundsachen, wie Handys, Personalausweise, Führerscheine, EC-Karten und Portmonees wurden bei den Bediensteten des GVD abgegeben (Stand Sonntag, 14 Uhr). Nicht abgeholte Gegenstände übergeben die Mitarbeiter im Anschluss an den Einsatz an das Fundbüro der Landeshauptstadt Dresden. Dort können sie dann in den Sprechzeiten Dienstag und Donnerstag 9 bis 18 Uhr, sowie Freitag 9 bis 12 Uhr, abgeholt werden.    

Sanitätsdienst der Feuerwehr
Während der BRN standen ein Leiter des Rettungsdienstes und vier Rettungsassistenten sowie sechs Feuer-wehrkräfte mit zwei Lösch- und Tankfahrzeuge der Berufsfeuerwehr bereit. Darüber hinaus waren 20 Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Die Dresdner Feuerwehr musste glücklicherweise nicht ausrücken. Insgesamt 82 Personen mussten medizinisch versorgt werden. Besonders in der Nacht zum Sonntag gab es mit 64 Behandlungen viel für die Sanitäter zu tun. Für die Feuerwehr verlief die BRN somit festtypisch ohne besondere Auffälligkeiten.

 

Quelle: Lamndeshauptstadt Dresden

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