Am Donnerstag besuchte die Verkehrssicherheitskampagne »DON’T DRINK AND DRIVE« das  Beruflichen Schulzentrum Technik »Gustav Anton Zeuner« in Dresden.

Zum siebten Mal in Folge geht die Verkehrssicherheitskampagne »DON’T DRINK AND DRIVE« auf Tour. Ziel der Aktion ist es, Berufsschülerinnen und Berufsschüler frühzeitig für das Thema »Alkohol im Straßenverkehr« zu sensibilisieren. Verkehrsminister Martin Dulig hat die Schirmherrschaft für die Kampagne übernommen. Der Auftakt der »DDAD Academy« Tour fand heute am Beruflichen Schulzentrum Technik »Gustav Anton Zeuner« in Dresden statt. Das Team der »DDAD Academy« besucht ab Oktober insgesamt zehn Berufsschulen mit Technikschwerpunkt in Sachsen.

Nüchtern fahren macht Schule! - Verkehrssicherheitskampagne »DON’T DRINK AND DRIVE« startet in Sachsen   Foto: MeiDresden.deNüchtern fahren macht Schule! - Verkehrssicherheitskampagne »DON’T DRINK AND DRIVE« startet in Sachsen Foto: MeiDresden.de

»Als Verkehrsminister und Vater von sechs Kindern liegt mir das Thema Verkehrssicherheit sehr am Herzen. Mobilität spielt für Jugendliche und jungen Erwachsenen eine große Rolle, der Führerschein bedeutet Eigenständigkeit und Freiheit. Er ist vor allem in den ländlichen Regionen notwendig, um den täglichen Weg zur Berufsschule, zur Ausbildung oder ersten Arbeitsstätte zu absolvieren. Mein Ministerium hat sich daher frühzeitig für den »Mopedführerschein mit 15« eingesetzt. Da das Modellprojekt erfolgreich verlief, wurde das Mindestalter für den Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse AM seit diesem Jahr dauerhaft gesenkt«, erklärt der Minister. »Auch wenn aktuell die Corona-Prävention im Vordergrund steht, sollten andere präventive Konzepte nicht vernachlässigt werden. Ich freue mich daher, dass die Partner der Initiative »DON’T DRINK AND DRIVE« flexibel auf die hygienischen Anforderungen reagiert haben und die Einsätze in Sachsen ermöglichen.«

Im Mittelpunkt der Aktion steht der computergesteuerte Promille-Fahrsimulator: Er vermittelt den Schülerinnen und Schülern eindringlich und »ohne Filter« eine Simulation der Beeinträchtigungen des Fahrvermögens unter Alkoholeinfluss. Der Simulator zeigt aus der Fahrerperspektive, wie sich die Sehleistung vermindert, Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt werden, Lenkbewegungen unkoordiniert werden und wie sich die Reaktionszeiten vor allem beim Bremsen vor plötzlich auftauchenden Hindernissen verlängern. Das Team der »DDAD Academy« sucht das Gespräch auf Augenhöhe und informiert über rechtliche Konsequenzen, Strafen und Versicherungsfolgen sowie über das Punktesystem des Kraftfahrtbundesamtes.

Die Einsätze finden in 2020 in leicht abgewandelter Form statt, um einem detaillierten Hygienekonzept Rechnung zu tragen. So verzichtet die Initiative in diesem Jahr auf VR- und Promillebrillen und rüstete den computergesteuerten Promillesimulator so um, dass das Fahrbild über einen Beamer auf eine Leinwand übertragen wird. Die Schülerinnen und Schüler müssen darüber hinaus vor der Fahrt Hände desinfizieren, Einmalhandschuhe sowie Mundnasen-Maske tragen. Während der simulierten Promille-Fahrt erlebt der Fahrer die Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit bei ca. 0,8 Promille hautnah und ungefiltert.

Die Kampagne »DON’T DRINK AND DRIVE« der Spitzenverbände aus den Branchen Bier, Wein, Sekt und Spirituosen besteht seit 1993 und ist die älteste fortlaufende Verkehrssicherheitskampagne Deutschlands.

Verkehrsstatistik - Zahlen und Fakten

* 2019 ereigneten sich in Deutschland insgesamt 35.590 Unfälle unter Alkoholeinfluss (2018: 35.658, - 0,2 %), darunter 13.949 Alkoholunfälle mit Personenschaden (2018: 13.934, + 0,1 %).
* Bei den Alkoholunfällen wurden 12.591 Verkehrsteilnehmer leicht verletzt (2018: 12.595, - 0,03 %), 4.592 schwer verletzt (2018: 4.634, - 0,9 %) und 228 getötet (2018: 244, - 6,6 %).
* In Sachsen ereigneten sich im Jahr 2019 13.364 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 160 Menschen ums Leben kamen.
* Unter Alkoholeinfluss ereigneten sich 752 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 7 Menschen das Leben verloren.

(Quelle: Statistisches Bundesamt 2020)

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr