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Süße Nektarinen an heißen Sommertagen – ein Genuss, den laut ÖKO-TEST auch Pestizide nicht trüben müssen.

 

Süße Nektarinen an heißen Sommertagen – ein Genuss, den laut ÖKO-TEST auch Pestizide nicht trüben müssen. Sieben Produkte im Test erhalten grünes Licht. Die Nektarinen aus den Regalen von Aldi Süd, Norma und Alnatura schneiden sogar „sehr gut“ ab. Schlusslicht im Test: die bei Lidl gekauften Weißen Nektarinen. ÖKO-TEST hat zwölf Mal Nektarinen auf ihre Pestizidbelastung getestet. Rund die Hälfte der Früchte im Test schneidet in dieser Hinsicht „gut“ oder „sehr gut“ ab. In dem Bio-Produkt, das ÖKO-TEST bei Alnatura eingekauft hat, hat das Labor keine der untersuchten Pestizide nachgewiesen. In den bei Norma und Aldi Süd gekauften Nektarinen ist nur ein einziges Pestizid nachweisbar – und das laut ÖKO-TEST im Spurenbereich. Deshalb vergeben die Verbraucherschützer keinen Punktabzug und bewerten die beiden Produkte auch mit „sehr gut“.

Pestizide in Nektarinen: Sieben von zwölf Produkten überzeugen im Test  ©Ruth Archer (Pixabay)Pestizide in Nektarinen: Sieben von zwölf Produkten überzeugen im Test ©Ruth Archer (Pixabay) 

In acht von elf konventionellen Proben listet der Laborbericht Mehrfachbelastungen von zwei bis fünf Pestizidspuren auf. „Die einzelnen Pestizidrückstände sind aus unserer Sicht nicht exorbitant hoch. Allerdings sehen wir die Kombination verschiedener Wirkstoffe in einer Frucht grundsätzlich kritisch. Sie summieren sich, und über mögliche Wechselwirkungen ist noch zu wenig bekannt“, sagt ÖKO-TEST-Redakteurin Heike Baier.

Pestizide in Nektarinen: Sieben von zwölf Produkten überzeugen im Test  © Alicja (Pixabay)Pestizide in Nektarinen: Sieben von zwölf Produkten überzeugen im Test © Alicja (Pixabay) 

Einige der nachgewiesenen Pestizide ordnet ÖKO-TEST außerdem in ihrer Wirkung auf Mensch oder Natur als „besonders bedenklich“ ein – darunter ein bienentoxisches und zwei laut CLP-Verordnung vermutlich reproduktionstoxische Spritzgifte. In den bei Lidl gekauften Nektarinen im Test stecken die meisten Pestizide – darunter Spirodiclofen, das auf europäischen Obstplantagen gar nicht mehr zugelassen ist, da es in der EU als „wahrscheinlich krebserregend“ und zusätzlich als „vermutlich reproduktionstoxisch“ eingestuft ist. „Die Nektarinen stammen aus Chile, wo andere Regelungen für den Einsatz von Pestiziden gelten. Die Rückstände bewegen sich zwar unterhalb der EU-Grenzwerte, für die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Obstplantagen bleibt allerdings der Einsatz von bedenklichen Spritzgiften äußerst problematisch“, so Baier. Die Weißen Nektarinen aus dem Lidl-Regal schneiden mit „ausreichend“ am schlechtesten im Test ab.

Weitere Informationen und den aktuellen Test finden Sie unter: oekotest.de/14678

Quelle: ÖKO-TEST