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(DJD). Wenn im Frühling und Sommer hunderttausende Blüten in bunten Farben leuchten, zeigt sich, warum Erfurt den Beinamen „Blumenstadt“ trägt. Schon seit dem 19. Jahrhundert prägen große Gartenschauen das Stadtbild. Blumen und Pflanzen lassen die Parks und öffentlichen Gärten aufleben. Das gilt insbesondere für den egapark. Das wichtige deutsche Gartendenkmal der Moderne feiert 2026 sein 65-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr spannt der Park einen Bogen über 65 Jahre Garten- und Architekturgeschichte.
Die farbintensiven Schmuckdahlien sind die Hauptdarsteller der aktuellen Dahlienschau. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/Steve Bauerschmidt
Zurück in die Vergangenheit
1961 wurde in Erfurt die „Erste internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder“ eröffnet. Die iga war „Bildungszentrum des sozialistischen Gartenbaus“, Kulturpark, touristische Attraktion, Freizeitareal und politischer Repräsentationsraum und etablierte sich als Zentrum der Gartenbauausstellungen in der DDR und in weiteren Ländern. 1992 wurde die Gartenanlage unter Denkmalschutz gestellt. In vielleicht keiner anderen Anlage kann man die Formsprache der 1960er-Jahre so authentisch erleben. Gäste des Parks flanieren bis heute durch ein Areal, dessen Gestaltung, Architektur und Ausstattung weitgehend im Original erhalten ist. 2019 war der egapark Teil der bundesweiten „Grand Tour der Moderne“ zu bedeutenden architektonischen Bauten dieser Epoche.
Der Festplatz und das große Blumenbeet waren von Anfang an ein Anziehungspunkt im Park. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/Hans Keil
Hier erkennt man klar, aus welcher Zeit der egapark stammt. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/egapark-Archiv
Blühspektakel im Jubiläumsjahr
Der egapark lockt mit 20 Themengärten, darunter Rosengarten, Japanischer Fels- und Wassergarten und Dahlienschau. Der Star unter den Blühwundern ist das rund 6.000 Quadratmeter große Blumenbeet mit mehr als 200.000 Frühjahrs- und Sommerblumen. Es gehört zu den größten ornamental bepflanzten Blumenbeeten Europas. 2026 wird das Beet, durch historische Pläne inspiriert, im Stil der 1960er-Jahre bepflanzt – mit farbintensiven Sorten in Gelb, Orange und Rot.
mrahmt von Blumen, entsteht am Brunnen ein lebendiges Zusammenspiel aus Wasser, Architektur und Blütenpracht. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/Steve Bauerschmidt
Auch in den 1960er-Jahren gab es bereits die Wasserfontänen. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/egapark-Archiv
Den Park kann man 2026 neu entdecken
Seit April entführt eine neue Ausstellung unter dem Titel „Die IGA. Ein Park der Moderne“ in die Geschichte des Geländes. Auf 65 Infostelen werden verschwundene Orte wie die Zentralgaststätte wieder sichtbar gemacht. Im Rahmen der Jubiläums-Blumenschau (1. Mai bis 6. Juni) werden kunstvolle Pflanzenarrangements und die Parkgeschichte miteinander verwoben. Ab dem 14. August öffnet das Deutsche Gartenbaumuseum seine Sonderausstellung „iga*61: Die DDR durch die Blume“.
Zwischen Ahorn, Bambus und Naturstein findet sich im Japanischen Garten eine ruhige Szenerie mit fernöstlicher Anmutung. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/Steve Bauerschmidt
Ergänzt werden die Angebote durch Führungen und Vorträge zur Historie des Parks. Der egapark bietet ganzjährig zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen an. Eine übersichtliche Zusammenstellung gibt es auf www.egapark-erfurt.de. Der egapark ist 2026 von dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen geöffnet, im Juli und August auch montags.
Die saisonal wechselnden Pflanzbilder verbinden gärtnerisches Handwerk mit kreativer Formensprache. Foto: DJD/Erfurter Garten- und Ausstellungs/Steve Bauerschmidt
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