(djd). Knapp 750.000 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Sommer die Grundschule verlassen.

(djd). Knapp 750.000 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Sommer die Grundschule verlassen. Bereits einige Monate zuvor müssen sie sich entscheiden, welche weiterführende Schule sie besuchen wollen. Viele Familien haben für ihre neun- oder zehnjährigen Kinder dabei eine Bildungsstätte im Blick, die das Abitur anbietet. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Nachhilfeinstituts Studienkreis unter 2.011 Eltern in Deutschland. 84 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu: "Mit Abitur hat man auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen."

In den letzten Jahren erfolgte ein regelrechter "Run" aufs Gymnasium, mit dem Versprechen, dort Abitur zu machen. © djd/StudienkreisIn den letzten Jahren erfolgte ein regelrechter "Run" aufs Gymnasium, mit dem Versprechen, dort Abitur zu machen. © djd/Studienkreis

Welche Schulform ab der fünften Klasse?

Ob das Abi am Gymnasium erworben wird oder an einer Gesamtschule, ist dabei weniger entscheidend - nur knapp jede vierte von Forsa befragte Person vertrat die Ansicht, dass dies für die berufliche Zukunft eine Rolle spiele. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den Altersklassen der Befragten: 48 Prozent der über 60-Jährigen glaubten, dass es wichtig sei, von welcher Schulform das Abitur stammt. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 26 Prozent. Ein möglicher Grund für diesen Generationenunterschied ist der Ausbau der Gesamtschulen in den letzten Jahrzehnten. In vielen Bundesländern führen sie heute, anders als früher, neben dem Gymnasium ebenfalls bis zum Abitur. Und dieses ist nicht nur relevant in Hinblick auf ein späteres Studium. Auch für viele Ausbildungsplätze wird heutzutage die Allgemeine Hochschulreife gefordert. Schülerinnen und Schüler mit einem mittleren Abschluss stehen dann in Konkurrenz zu Abiturienten und haben bei einigen Betriebe das Nachsehen.

Viele Schüler und Schülerinnen wollen nach der Grundschule auf das Gymnasium gehen. Schon früh entsteht damit ein hoher Lernaufwand. © djd/StudienkreisViele Schüler und Schülerinnen wollen nach der Grundschule auf das Gymnasium gehen. Schon früh entsteht damit ein hoher Lernaufwand. © djd/Studienkreis

Gemeinsam auswählen

In 13 der insgesamt 16 Bundesländern liegt die endgültige Entscheidung, wie es nach der vierten Klasse weitergeht, bei den Eltern. Die Klassenlehrer und -lehrerinnen sprechen lediglich eine unverbindliche Empfehlung aus, der eine Familie folgen kann, aber nicht muss. Um selbst etwas mehr Klarheit zu gewinnen, können Interessierte unter www.studienkreis.de, Rubrik Infothek, einen kostenlosen Leitfaden mit Checkliste zum Schulwechsel herunterladen. Generell sollten Eltern und Kinder immer gemeinsam entscheiden und dabei unter anderem in Betracht ziehen, ob der Sohn oder die Tochter gern und einfach lernt oder sich jedes neue Thema schwer erarbeiten muss. Die Schnuppertage, die in der Regel alle Schulformen anbieten, sind ebenfalls eine gute Entscheidungshilfe. Nicht zuletzt sollte man im Hinterkopf behalten: Ein Schulformwechsel ist auch später immer noch möglich.

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