Am 21. August 2025 eröffnete die Burg Stolpen gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), Herrn Dr. Christian Striefler, einen neu gestalteten Ausstellungsbereich im ehemaligen Marstall und der Folterkammer im Museum der Burg Stolpen. Gäste des Museums erleben nun gleich zu Beginn ihres Besuches eine Darstellung der ehemaligen Schlossanlage.

 Burg Stolpen mit Schlossstrasse Foto: © Klaus Schieckel Burg Stolpen mit Schlossstrasse Foto: © Klaus Schieckel

Einzigartiges Modell der ehemaligen Schlossanlage
Der neu gestaltete Bereich dient künftig als Einführung in die gesamte Ausstellung. Die Geschichte des ehemaligen Schlosses Stolpen ist kurzweilig zusammengefasst und lebendig aufbereitet. Wichtigstes Exponat ist ein großes Schlossmodell. Es zeigt, wie Schloss Stolpen Mitte des 18. Jahrhunderts ausgesehen hat. Am Modell können Gäste eine Audioschleife und Lichtanimationen starten, und erhalten so weitere Informationen zur Schlossgeschichte. Alle Texte sind dreisprachig in Deutsch, Polnisch und Englisch verfasst.

Raumfüllende Illustrationen und Mitmach-Stationen
An den Wänden rings um das Modell gibt es Mitmach-Stationen und Illustrationen zu entdecken. Gäste bekommen Einblicke in die wichtigsten Themen aus der achthundertjährigen Geschichte der Anlage. So begegnen ihnen Kurfürst „Vater“ August, Kurfürstin „Mutter“ Anna, natürlich auch die Gräfin Cosel und nicht zuletzt die Bischöfe von Meißen.

Burg Stolpen Foto: Ben Walther Burg Stolpen Foto: Ben Walther

Zeitgemäße Vermittlung sächsischer Geschichte – die Kompetenz der SBG
„Die SBG steht für die moderne und publikumsorientierte Vermittlung sächsischer und europäischer Geschichte. Wir haben bereits an anderen Orten, beispielsweise im Dresdner Zwinger, in der Festung Dresden, in den Burgen Kriebstein und Mildenstein oder auch im Barockschloss Rammenau bewiesen, dass wir zeitgemäß und sehr unterhaltsam unser historisches und kulturelles Erbe vermitteln. Nun haben wir hier in Stolpen die Gelegenheit, uns darum zu bemühen, sächsische Geschichte wieder sichtbar und erlebbar zu machen. Das versuchen wir mit jeweils ganz individuellen Methoden und Strategien. In Stolpen war uns von Anfang an bewusst, dass wir den Mythos ‚Burg Stolpen‘ mit einem starken Bild der ehemaligen Schlossanlage aufbrechen wollen.“, sagt der Geschäftsführer der SBG, Dr. Christian Striefler.

Schloss Stolpen soll wieder sichtbar werden
Das Anliegen, das ehemalige Schloss Stolpen auf einfache, aber moderne und publikumsorientierte Art und Weise wieder sichtbar zu machen und es in die Köpfe der Menschen zurückzubringen, war einer der Hauptgründe für die Neugestaltung. Das Projektteam arbeitete seit November 2023 an der Umsetzung. „Der Begriff ‚Burg Stolpen‘ ist sehr stark in den Köpfen der Menschen verankert. Jedes Kind kennt die ‚Burg Stolpen‘. Dabei ist der Begriff noch nicht ganz einhundert Jahre alt.“ sagt Uli Kretzschmar, Schlossleiter im Museum Burg Stolpen. „Noch in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden Postkarten mit Motiven der Anlage und der Unterschrift ‚Schloss Stolpen‘ gedruckt und versendet.“

Burg Stolpen Marstall Eröffnung. Foto: Ben WalterBurg Stolpen Marstall Eröffnung. Foto: Ben Walter

Folterkammer ebenfalls neu überarbeitet
Auch die berühmt-berüchtigte Folterkammer ist nun wieder erlebbar. In neuer Vitrine und in neuer Gestaltung vermittelt das Museum in diesem Raum die Geschichte der Folter als Teil der sächsischen Rechtsgeschichte. Die Gäste des Museums erfahren hier, wie systematisch und strukturiert ein Verfahren vor vierhundert Jahren ablief und welche Bedeutung und Stellenwert die Folter dabei hatte.

Öffnungszeiten Burg Stolpen bis 31. Oktober 2025: Montag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr Eintritt: Vollzahler: 8 € | Ermäßigt 7 € | Kinder 6-16 Jahre 1 €

Quelle Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH