Frankfurt/Main.  Die GDL unterbreitete im Tarifstreit der  DB, Einigungsvorschläge. Nun hat der Arbeitgeber bis zum 07.Juni 2021 Zeit sich zu entscheiden.

Nachbessern – das ist die Kernbotschaft der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die sie der Deutschen Bahn (DB) am 24. Mai 2021 auf deren Angebot vom 17. Mai fristgerecht übermittelt hat. Zugleich unterbreitete sie der DB umfangreiche Einigungsvorschläge und bot für den 7. Juni 2021 eine weitere Verhandlungsrunde an. „Bis zu diesem Tag hat der Arbeitgeber Zeit, uns ein verhandelbares Angebot vorzulegen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Sollte dies unterbleiben, betrachten wir die Verhandlungen als gescheitert. Spätestens dann wären auch Arbeitskampfmaßnahmen nicht länger ausgeschlossen.“

Es riecht nach Streik - Konflikt mit der Deutschen Bahn spitzt sich zu!   Foto:  Archiv © MeiDresden.de/Mike SchillerEs riecht nach Streik - Konflikt mit der Deutschen Bahn spitzt sich zu! Foto: Archiv © MeiDresden.de/Mike Schiller

Tarifierung auch der Verwaltungsmitarbeiter

Die GDL ist sich ihrer Verantwortung für das Eisenbahnsystem bewusst. Ihre Lösungsvorschläge beinhalten eine allgemeine Entgelterhöhung in Höhe des Öffentlichen Dienstes, strukturelle Verbesserungen bei der Ausbildervergütung, Beibehaltung der Altersvorsorge ZVersTV, Vereinbarung einer individuellen Jahresschichtplanung, Tarifierung der Wasch- und Umkleidezeiten für die Werkstatt sowie die Anrechnung zusätzlicher Wegezeiten beim Einsatz an unterschiedlichen Einsatzorten (Stellwerke, Bahnhöfe) auf die Arbeitszeit. Dabei bildet der Eisenbahn-Flächentarifvertrag der GDL die Grundlage. „Im Übrigen bleibt die GDL bei der Forderung, alle Mitarbeiter im systemrelevanten Bereich der Eisenbahn zu tarifieren. Dazu zählt auch der direkte Bereich der Verwaltung“, so Weselsky.

Die DB hat nun bis zum 7. Juni 2021 Zeit, sich zu entscheiden: Will sie weiter Öl ins Feuer gießen und der GDL vorsätzlich schaden, oder unterbreitet sie ernstzunehmende Vorschläge, die den Weg zu einer Lösung des Konflikts freimachen? Die GDL ist für beide Fälle gut vorbereitet.

Die GDL befindet sich hier in einem Abwehrkampf, der darauf abzielt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im direkten Bereich des gesamten Eisenbahnerbereichs in Deutschland nicht in eine Minusrunde in 2021 geraten zulassen und nicht in eine Minusrunde 2022 geraten zulassen". Wir werden Tarifverträge für die anderen Berufsgruppen weiterhin einfordern und wenn es erforderlich ist, werden wir dieses auch im Arbeitskampf erzwingen", so GDL-Chef Claus Weselsky in der Pressekonferenz.

Auf eine Frage, auf was sich DB Fahrgäste einstellen müssen sagte GDL-Chef Claus Weselsky: "Das die Wahrscheinlichkeit von Arbeitskämpfen angestiegen ist"!

Quelle: GDL

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