Dresden. Verbraucherpreise beendeten das Jahr 2021 im Dezember voraussichtlich mit einer Jahresteuerungsrate von 5,1 Prozent.

Die sächsischen Verbraucherpreise beendeten das Jahr 2021 im Dezember voraussichtlich mit einer Jahresteuerungsrate von 5,1 Prozent. Deutlich über der Gesamtentwicklung lagen speziell die Preise in den Hauptgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (6,2 Prozent) sowie Verkehr (13,0 Prozent). Lediglich der Teilindex Bildungswesen (-1,3 Prozent) verzeichnete einen Preisrückgang. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die sächsischen Verbraucherpreise im Dezember 2021 a l l e r V o r a u s s i c h t nach um 0,5 Prozent. Erstmals seit November 2020 sanken die Energiepreise im Vormonatsvergleich (-1,8 Prozent).

Sächsische Verbraucherpreise im Jahresrückblick 2021: Ein bewegtes Jahr © Gert Altmann (Pixabay)Sächsische Verbraucherpreise im Jahresrückblick 2021: Ein bewegtes Jahr © Gert Altmann (Pixabay)

Insgesamt war 2021 ein bewegtes Jahr für die sächsischen Verbraucherpreise. Dies zeigt sich in der v o r l ä u f i g en durchschnittlichen Jahresteuerungsrate von 3,1 Prozent. Ein Wert in dieser Höhe wurde für Sachsen letztmalig 1994 (3,6 Prozent) ermittelt. Im Jahr 2020 betrug die Jahresteuerung lediglich 0,8 Prozent. Der Wegfall der befristeten Mehrwertsteuersenkung und die Einführung der CO2-Abgabe im Januar 2021 bestimmten die Jahresentwicklung über weite Teile und sorgten im Vergleich zu 2020 besonders auf dem Energie- (10,7 Prozent) und Nahrungsmittelmarkt (2,8 Prozent) für beachtenswerte Preissteigerungen. Die Mindestlohnanpassungen (Januar/Juli) sowie die ab März teilweise umgesetzten Hygienezuschläge spiegelten sich vorwiegend in den Bereichen Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (5,0 Prozent), Friseurdienstleistungen (5,1 Prozent) sowie Gaststättendienstleistungen (2,4 Prozent) wider. Nettokaltmieten stiegen im Jahresdurchschnitt 2021 um 0,8 Prozent.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

 

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