Dresden. Das Japanische Palais in Dresden ist eines der ältesten noch erhaltenen Museums-gebäude in Deutschland. Seine Geschichte geht bis Anfang des 18. Jahrhun-derts zurück.

Das Japanische Palais steht auf der Neustädter Elbseite zwischen Antonstraße und dem Neustädter Markt. Bereits im Jahr1715 erhielten Matthäus Daniel Pöppelmann und Jacob Heinrich von Flemming den Auftrag ein Lustschloss zu erbauen. Doch bereits 2 Jahre später übernahm August der Starke das Palais und brachte hier seine umfangreiche Sammlung an ostasiatischem Porzellan sowie Teile der Kunstkammer unter.

Entdecke Deine Stadt – Japanisches Palais Dresden  Foto. Frank LooseEntdecke Deine Stadt – Japanisches Palais Dresden Foto. Frank Loose

Im Jahr 1945 wurde das prunkvolle Gebäude durch den 2. Weltkrieg zerstört. Auch die, die bis zu diesem Zeitpunkt untergebrachte Landesbibliothek nahm dadurch einen erheblichen Schaden.  Der Garten hinter dem Palais wurde ebenfalls im Krieg völlig zerstört.

Im Jahr 1951, sechs Jahre nach Kriegsende begann man mit dem Wiederaufbau bzw. Neubau den Japanischen Palais in der heutigen Form. Diese Arbeiten zogen sich bis weit in die achtziger Jahre. In dieser Zeit wurde auch einige der Innenräume, wie zum Beispiel die Eingangshalle, die Sempersäle und der Bibliotheksaal wieder rekonstruiert. Größere Teile des Japanischen Palais befinden sich nach wie vor im unsanierten, leeren Zustand. Seit Beginn des Wiederaufbaus war das Landesmuseum für Vorgeschichte bis 2012 hier zu Hause. Seit dem Jahr 2001 finden im Palais regelmäßige Ausstellungen der Senkenberg Naturhistorische Sammlungen statt.

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Im Jahre 1985 wurde auch der Garten hinter dem Palais neu angelegt, der zum Verweilen einlädt. Seit dem Jahr 2009 findet jährlich der Palais Sommer mit Kunst und Kultur statt.

Beim Verlassen des Gartens, Richtung Stadt trifft man auf den Glockenspielpavillon, der im Jahr 1936 durch Karl Paul Andrae erschaffen wurde. Anfangs verkaufte die Pfunds Molkerei Ihre Spezialitäten aus den Fenstern des Pavillons, welcher im Krieg 1945 völlig zerstört wurde. Im Jahr 1990 wurde dann der Pavillon neu errichtet. Im Inneren des offenen Pavillons wurde ein Glockenspiel aus Meissner Porzellan Glocken eingebaut. Noch heute erklingen die Glöckchen.

Entdecke Deine Stadt – Japanisches Palais Dresden - Glockenspielpavillon  Foto. Frank LooseEntdecke Deine Stadt – Japanisches Palais Dresden - Glockenspielpavillon Foto. Frank Loose