Die Burg Stolpen hat im Sommer 2026 ein kleines Konvolut von insgesamt fünf handschriftlichen originalen Briefen der Gräfin Cosel als Schenkung erhalten. Die Briefe stammen aus den Jahren zwischen 1712 und 1748. Sie sind thematisch unterschiedlichen Themen gewidmet. Zwei Briefe behandeln die Erbschaft ihrer verstorbenen Mutter, in einem weiteren Brief äußert sie sich nach vierundzwanzig Jahren der Verbannung über ihre innere Einstellung zu ihrer Situation. Zudem ist eine Quittung sowie eine Bestellung darunter. Das Konvolut befand sich über dreißig Jahre in Privatbesitz. Die Briefe sind in sehr gutem Zustand und bisher offensichtlich gepflegt aufbewahrt worden.

Burg Stolpen  Foto © Schlösserland Sachsen/ Klaus SchieckelBurg Stolpen Foto © Schlösserland Sachsen/ Klaus Schieckel

Unschätzbar wertvolle, historisch authentische Exponate
Der Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), Dr. Christian Striefler freut sich: „Wir sind sehr dankbar für diese Schenkung. Historische, authentische Exponate, die uns helfen, die Geschichte des jeweiligen Schlosses, aber vor allem die Landesgeschichte sichtbar zu machen, sind für uns sehr wertvoll. Die bewegende Geschichte der Gräfin Cosel in der Burg Stolpen ist für viele Menschen eine sehr emotionale Angelegenheit. Mit solchen wichtigen Zeugnissen und Exponaten wird sie besonders gut erlebbar.“

Schenkung der fünf Coselbriefe auf Burg Stolpen © Schlösserland Sachsen/ Uli KretzschmarSchenkung der fünf Coselbriefe auf Burg Stolpen © Schlösserland Sachsen/ Uli Kretzschmar

Das Museum Burg Stolpen kann mit der Schenkung seine Sammlung originaler Handschriften der Gräfin Cosel um spannende fünf Exemplare auf insgesamt 13 erweitern. Schlossleiter Uli Kretzschmar schwärmt: „Die Briefe wurden hauptsächlich hier in Stolpen verfasst und kehren nun nach langer Zeit an den Ort ihrer Entstehung zurück. Näher kann man der Gräfin Cosel hier in Stolpen kaum kommen.“

Schenkung der fünf Coselbriefe auf Burg Stolpen © Schlösserland Sachsen/ Uli KretzschmarSchenkung der fünf Coselbriefe auf Burg Stolpen © Schlösserland Sachsen/ Uli Kretzschmar

Temporäre Präsentation bis Ende Oktober in Stolpen
Die Briefe werden vom 9. Oktober bis zum 25. Oktober 2026 in einer kleinen Interventionsausstellung im so genannten „Coselturm“ im Rahmen der Ausstellung zur Geschichte der Gräfin Cosel zeitweise öffentlich ausgestellt.

Öffnungszeiten: Bis 25. Oktober 2026: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Preise
Vollzahler: 8€ | ermäßigt 7€ | Kinder von 6-16 Jahren 1€

Infos & Tickets unter www.burg-stolpen.org

Quelle: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH