Kürzlich trafen sich Mitarbeitende der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz mit ihren Kollegen der Böhmischen Schweiz zu einem Informationsaustausch auf den Brandflächen im Nationalpark Böhmische Schweiz. Ziel war es, von den Erfahrungen der böhmischen Kollegen zu lernen, denn dort kamen die viele Systeme und Maßnahmen zum Einsatz, die seit dem großen Waldbrand 2022 zur Waldbrandfrüherkennung und –vorbeugung ergriffen wurden.
Radek Tekeljak, stellvertretender Direktor der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz, stellte am Ort des Waldbrandes den Einsatzablauf von der Entdeckung bis zur Löschung detailliert vor. Ein aufmerksamer Waldbesucher hatte das Feuer gemeldet. Die Nationalparkverwaltung führte sogleich eine Lageerkundung mit Ihrer neuen Spezialdrohne durch. Dank schneller Reaktion der Feuerwehren und des Einsatzes von Löschhubschraubern konnte der Brand innerhalb weniger Tage unter Kontrolle gebracht werden.
Der langjährige grenzübergreifende Erfahrungsaustausch zu vorbeugenden Waldbrandschutzmaßnahmen wurde auch bei technischen Maßnahmen wie beim Einsatz von Spezialdrohnen vertieft. Die Waldbrandschutzexperten der Nationalparks in der Sächsischen und in der Böhmischen Schweiz, Dr. Louis Georgi (links im Bild) und Jaroslav Hocko (rechts im Bild), arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen.. Foto: T. Salov
„In einer Region wie dem Elbsandsteingebirge, in der Waldbrände nicht an Grenzen haltmachen, ist die enge Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz entscheidend für den Schutz von Bevölkerung und Natur. Die bei dem Waldbrand im Mai gemachten Erfahrungen werden wir in unseren Konzeptionen zum Waldbrandschutz nutzen“, betont Hanspeter Mayr, stellvertretender Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst.
Beide Verwaltungen appellieren an Besucherinnen und Besucher der beiden Nationalparke, das Feuer- und Rauchverbot strikt einzuhalten. Wenn Besucher oder Anwohner Feuer oder Rauch im Wald entdecken, ist eine sofortige Meldung über die Notrufnummer 112 (in Tschechien 150) entscheidend, um einen Waldbrand möglichst noch in einem frühen Stadium gut löschen zu können.
Die Rettungsleitstellen informieren dann die Nationalparkwacht und die Feuerwehren, die abgestimmt die Brandbekämpfung einleiten
Quelle: STAATSBETRIEB SACHSENFORST
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