Ausgewählte stiftungseigene Flächen erhielten langlebige Nist- und Ansiedlungshilfen für geschützte Vogel- und Fledermausarten. So wurden am Giksteich bei Leißnig (Landkreis Mittelsachsen) zehn neue Ansiedlungshilfen für Kleinfledermäuse angebracht. Damit konnten zusätzliche Fortpflanzungsstätten für die streng geschützten Fledertiere geschaffen werden. In den Wäldern und Bachtälern um die LaNU-Fläche befindet sich das Hauptvorkommen der geschützten Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe) in Sachsen. Die kleinste europäische Fledermausart, die etwa vier Gramm wiegt, wurde erst 2001 in Nordgriechenland entdeckt. 2008 gelang der erste Nachweis im Colditzer Forst (Sachsen).
Fledermäuse leben viele in Sachsen ©Symbolbild (Pixabay)
»Aktivitäten zum praktischen Artenschutz sind ein wichtiger Bestandteilen unserer Arbeit. Wenn wir von Vorkommen besonders schützenswerter Tier- und Pflanzenarten erfahren, bemühen wir uns, deren Bestände zu stabilisieren oder zu erhöhen «, so Bernd-Dietmar Kammerschen, Direktor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt. »Damit leisten wir unseren Beitrag, um das Artensterben zu stoppen«, ergänzt der Direktor.
Fledermäuse leben viele in Sachsen ©Symbolbild (Pixabay)
Die rund sechs Hektar große LaNU Fläche »Giksteich und Feuchtwiesen Brösen« im Landkreis Mittelsachsen, zeichnet sich durch eine kleinteilige Bioptopvielfalt aus. Mosaike von Buchenwäldern, Wiesen, Gewässern und deren Uferbereichen wechseln sich ab. Sie sind ein Garant für eine hohe Artenvielfalt. Besonders hervorzuheben ist der hohe Totholzanteil der Wälder. Diese Lebensräume liegen im besonders geschützten europäischen Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Schutzgebiet »Muldetäler oberhalb des Zusammenflusses«.
Quelle: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt