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Was Menschen zu guten Zuhörenden macht, hängt von persönlichen Eigenschaften und Erfahrungen ab.

 

Was Menschen zu guten Zuhörenden macht, hängt von persönlichen Eigenschaften und Erfahrungen ab. Es gibt jedoch einige wichtige Faktoren, die man berücksichtigen kann, um einen besseren Austausch zu fördern. Zum "Tag des Zuhörens" am 18. Juli hat REDEZEIT FÜR DICH #virtualsupporttalks.de die “Zuhör-Hand” entwickelt, die dafür sorgt, dass sich Erzählende verstanden und geschätzt fühlen

Tag des Zuhörens am 18. Juli: Fünf Finger für eine bessere Kommunikation ©Redezeit für DichTag des Zuhörens am 18. Juli: Fünf Finger für eine bessere Kommunikation ©Redezeit für Dich

Zuhören wird oft unterschätzt. Viele kennen diese Situation bestimmt: Man kommt nach einem langen Arbeitstag nach Hause und beginnt, seinem Partner oder seiner Partnerin von den Ereignissen des Tages zu erzählen. Doch anstatt aufmerksam zuzuhören, schaut diese:r abwesend aufs Handy oder nickt gedankenverloren. In diesem Moment fühlt man sich nicht gehört und nicht ernst genommen. Das kann schnell zu Frustration und Missverständnissen führen. Dabei ist Offenheit und ein konstruktiver Austausch wichtig für ein gelungenes Gespräch. Das findet dann statt, wenn sich Erzählende verstanden fühlen und Zuhörende wirklich verstehen, was gesagt wurde.

Zuhören bedeutet mehr als nur hinzuhören
Aber wie höre ich denn überhaupt richtig zu? Hier spielt aktives Zuhören eine entscheidende Rolle: Präsenz und Aufmerksamkeit, d.h. dem/der Erzählenden die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und Ablenkungen wie Handys vermeiden. Zuhörende, die während des Gesprächs z. B. durch Instagram scrollen, vermitteln, dass die Worte und Gefühle der/des Anderen nicht wichtig sind. Nonverbale Zeichen wie Nicken, Augenkontakt, und zustimmende Laute oder Worte signalisieren: Ich höre Dir zu. Zuhörende sollten außerdem vermeiden, ihre Gesprächspartner zu unterbrechen. Wenn man wartet, bis die andere Person ihre Gedanken vollständig ausgedrückt hat, führt das dazu, dass sie sich respektiert und verstanden fühlt.

Tag des Zuhörens am 18. Juli: Fünf Finger für eine bessere Kommunikation ©Symbolfotos (Pixabay)Tag des Zuhörens am 18. Juli: Fünf Finger für eine bessere Kommunikation ©Symbolfotos (Pixabay)

Wieso, weshalb, warum… sind offene Fragen so bedeutend?
Gute Zuhörende versuchen, die Gefühle und Perspektiven des Gegenüber nachzuvollziehen. Neben dem Gesagten geben nonverbale Signale wie Mimik und Gestik zusätzliche Hinweise auf die Emotionen der Erzählenden. Zum Beispiel können ein nervöses Zupfen an den Kleidern, ein trauriger Blick oder ein Seufzen darauf hinweisen, dass jemand besonders gestresst oder enttäuscht ist. Zuhörende können in eigenen Worten das Gesagte zusammenfassen und damit sicherstellen, die Botschaft korrekt aufgenommen zu haben. Dies hilft, Missverständnisse zu klären und gibt dem Gespräch Struktur. Hier sind auch kleine Pausen erlaubt bzw. können sogar hilfreich sein, und nicht jede Stille muss sofort gefüllt werden.

Die so genannten W-Fragen tragen wesentlich dazu bei, das Gespräch zu vertiefen, das Verständnis zu fördern und dem/der Sprechenden die Möglichkeit zu geben, umfassender auf ein Thema einzugehen. Diese offenen Fragen beginnen oft mit "Was", "Wie" oder "Warum" regen dazu an, mehr zu erzählen. Geschlossene Fragen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können, sind weniger förderlich für ein tiefergehendes Gespräch.

Mit diesen Tipps kann jede:r lernen zuzuhören
Zuhören bedeutet, sich verbal die Hand zu reichen. Dafür hat REDEZEIT FÜR DICH die “Zuhör-Hand” entwickelt, mit der sich Zuhörende die Regeln leichter merken können. Jeder Finger der Hand steht für eine Zuhör-Regel:
-- Aktiv zuhören.
-- Unterbrechungen vermeiden und Pausen zulassen.
-- Offene Fragen stellen.
-- Reflektieren und kurz zusammenfassen.
-- Auf die nonverbalen Zeichen achten.

Quelle: REDEZEIT FÜR DICH