Berlin. Das verlässliche Grundangebot der deutschen Bahn im Fern- und Nahverkehr im zweiten Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) läuft weiterhin stabil.

Das verlässliche Grundangebot der deutschen Bahn im Fern- und Nahverkehr im zweiten Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) läuft weiterhin stabil. Im Fernverkehr kommen mehr Züge als noch im ersten GDL-Streik zum Einsatz. Die DB will das bundesweite Angebot heute auf rund 30 Prozent aller Zugfahrten des normalen Fahrplans ausbauen. Darüber hinaus sind zwischen zahlreichen Großstädten (zum Beispiel Berlin–Dresden, Leipzig–Nürnberg) sowie auf Verbindungen in Richtung Polen zusätzlich Busse als Ersatz für ausfallende Züge im Einsatz. Insgesamt hat die DB jetzt rund 200 Busse bereitgestellt, um Züge im Regional- Fernverkehr zu ersetzen.

Im Regional- und S-Bahnverkehr sind rund 40 Prozent der Züge unterwegs. Hier schwankt jedoch die Anzahl der angebotenen Züge je nach Region stark. Ein Streikschwerpunkt liegt in den östlichen Bundesländern. Das gilt auch für DB Cargo. Der Rückstau von Güterzügen der DB Cargo ist zum heutigen Wochenbeginn nicht weiter angewachsen. In den westlichen Bundesländern sind nur vereinzelte Standorte vom Streik betroffen. Systemrelevante Güterverkehre sind sichergestellt.

GDL-Streik: verlässliches Grundangebot im DB-Personenverkehr läuft weiterhin stabil  ©MeiDresden.deGDL-Streik: verlässliches Grundangebot im DB-Personenverkehr läuft weiterhin stabil ©MeiDresden.de

Die Reisenden zeigen sich gut informiert. Viele haben die erweiterten Kulanzregeln in Anspruch genommen und ihre Reise auf das Wochenende, insbesondere den Sonntag, vorgezogen. Auf den Bahnhöfen sind hunderte zusätzliche Kolleg:innen für die Betreuung der Reisenden im Einsatz. Bis zu 450 Mitarbeitende stehen für telefonische Anfragen bei der kostenlosen Streikhotline bereit. Seit Freitag sind hier rund 33.000 Anrufe eingegangen.

Der Ersatzfahrplan für den Fern- und Regionalverkehr ist in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar und wird laufend aktualisiert. Informationen dazu gibt es auch bei der kostenlosen Streikhotline unter 08000 99 66 33.

Erweiterte Kulanzregelungen: Tickets bis 4. September flexibel nutzbar

Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom 23. bis einschließlich 25. August vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit und können bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden. Bei entsprechenden Sparpreisen und Super Sparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben. Für die Weiterfahrt können auch andere Züge genutzt werden, dies gilt auch für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE und S-Bahn). Zudem können Fahrkarten kostenfrei erstattet werden.

Die Fahrradmitnahme ist in den verkehrenden Fernverkehrszügen nur möglich, wenn dort bereits ein Stellplatz reserviert ist. Als Service für jene Fernverkehrsreisende mit gebuchtem Stellplatz, deren Zug streikbedingt ausfällt, bietet die DB einen kostenlosen Fahrradversand per DB Gepäckservice.
Weitere Informationen dazu unter www.bahn.de/sonderkulanz

Quelle: Deutsche Bahn AG