Dresden. SachsenNetze und das Technische Hilfswerk (THW) führten am vergangenen Freitag, den 03.09.2021 eine Krisenübung in Dresden durch.

Bei einer Störung müssen viele Handgriffe sitzen. Deshalb führten die SachsenNetze und das Technische Hilfswerk (THW) am vergangenen Freitag, den 03.09.2021 eine Krisenübung in Dresden durch. Im Mittelpunkt der inszenierten Störung stand ein Kabelfehler an der unterirdischen Hochspannungsleitung, der zum Stromausfall in den Umspannwerken Dresden- Reick und Dresden-Räcknitz sowie in der Verbundleitstelle führte. Ein Szenario, das in der Realität erhebliche Folgen hätte: Bei einer Ausfallleistung von ca. 38 Mega-Voltampere (MVA ) wären mehr als 43.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom; in der Verbundleitstelle würde die Netzersatzanlage einspringen.

Gemeinsame Übung: SachsenNetze und Technisches Hilfswerk proben den Ernstfall - Das THW bereitet den Einsatz vor ©Jürgen MännelGemeinsame Übung: SachsenNetze und Technisches Hilfswerk proben den Ernstfall - Das THW bereitet den Einsatz vor ©Jürgen Männel

„Wir schätzen die Kooperation mit dem THW sehr und sind dankbar, dass wir uns im Krisenfall auf die Unterstützung der Kameraden und Kameradinnen verlassen können. Da Übung bekanntlich den Meister macht, war es für das THW und uns wichtig, den Einsatz so realitätsnah wie möglich nachzustellen“, sagt Michael Meyer, Abteilungsleiter Betrieb Strom Dresden bei der SachsenNetze und Einsatzleiter der Krisenübung.

Gemeinsame Übung: SachsenNetze und Technisches Hilfswerk proben den Ernstfall - Jeder Handgriff muss sitzen an der Schadensstelle der unterirdischen Hochspannungsleitung ©Jürgen MännelGemeinsame Übung: SachsenNetze und Technisches Hilfswerk proben den Ernstfall - Jeder Handgriff muss sitzen an der Schadensstelle der unterirdischen Hochspannungsleitung ©Jürgen Männel

Vom Nachmittag bis in die Abendstunden des 03.09.2021 arbeiteten das THW und die Kollegen der SachsenNetze Hand in Hand. Das THW war vor allem dafür zuständig, den Ort der Störung zugänglich zu machen. Die Kameraden und Kameradinnen errichteten eine provisorische Zufahrt und legten den betroffenen Leitungsabschnitt frei. Anschließend wurde die Muffengrube wetterfest gemacht und beleuchtet. Auch die Notstromversorgung für den Eigenbedarf des Umspannwerks Dresden-Reick sowie die Sprechverbindung zwischen Krisenstab, Störungsstelle und dem Umspannwerk waren Bestandteile der Übung. Insgesamt waren mehr als 50 Personen vor und hinter den Kulissen an der Übung beteiligt.

Gemeinsame Übung: SachsenNetze und Technisches Hilfswerk proben den Ernstfall - Einsatzbesprechung mit der Geschäftsführerin SachsenNetze Dr. Kathrin Kadner ©Jürgen MännelGemeinsame Übung: SachsenNetze und Technisches Hilfswerk proben den Ernstfall - Einsatzbesprechung mit der Geschäftsführerin SachsenNetze Dr. Kathrin Kadner ©Jürgen Männel

Klaus Dünzkofer, Leiter des THW-Ortsverbandes Dresden, bestätigt die Bedeutung der Krisenübung und ergänzt: „Für die SachsenNetze als Betreiber einer Kritischen Infrastruktur steht das THW Dresden mit rund 150 einsatzbefähigten Helfern rund um die Uhr für Notfälle zur Verfügung. Durch solche praxisnahe Übungen lernen wir gegenseitig die Fähigkeiten und Anforderungen kennen und können dadurch gemeinsam im Ernstfall dafür sorgen, dass der Strom schnellstmöglich wieder fließt.“

Quelle: SachsenEnergie AG