Dresden. Fahrradclub freut sich über großartige Resonanz – Jetzt sind Korrekturen gefragt im Planfeststellungsverfahren.

Die Mitzeichnungsfrist für die Online-Petition des ADFC Dresden gegen den überbreiten Ausbau der Nürnberger Straße ist am Dienstag nach sechs Wochen zu Ende gegangen. Insgesamt haben sich in dieser Zeit die beeindruckende Anzahl von 3.059 Unterstützer*innen auf dem Webportal der Landeshauptstadt Dresden namentlich eingetragen. „Diese enorme Welle der Unterstützung ist wirklich großartig“, freut sich Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. „Es zeigt dass viele Dresdnerinnen und Dresdner eine solche monsterbreite Straße zulasten des Fuß- und Radverkehrs klar ablehnen. Spätestens unsere Banner-Aktion zur Verdeutlichung der geplanten Aufteilung des Verkehrsraums am 6. Juli hat allen die gewaltige Dimension des Umbaus vor Augen geführt.“

ADFC-Petition gegen Monster-Ausbau der Nürnberger Straße mobilisiert insgesamt 3.059 Unterstützer! © ADFC DresdenADFC-Petition gegen Monster-Ausbau der Nürnberger Straße mobilisiert insgesamt 3.059 Unterstützer! © ADFC Dresden

Das deutliche Votum ist ein klares Signal an die Stadtverwaltung, die Pläne für die Nürnberger Straße noch einmal zu überarbeiten. „Jetzt ist Baubürgermeister Kühn gefragt, im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens ein paar Weichen für die Nürnberger Straße anders zu stellen“, betont Larsen. „Das Stadtbahnprojekt stellt niemand in Frage, auch wir nicht. Doch parallel zur Straßenbahn dem Autoverkehr so viel Platz einzuräumen auf Kosten des Fuß- und Radverkehrs sowie des innerstädtischen Grüns ist absolut nicht mehr zeitgemäß und widerspricht allen Klimaschutzzielen der Stadt. Die so wichtige Radverbindung von Löbtau zur Uni muss deutlich stadtverträglicher gestaltet werden. Auch die Anwohner der Nürnberger Straße und die Gewerbetreibenden vom Nürnberger Ei, von denen uns viele bei der Petition unterstützt haben, haben etwas Besseres verdient.“

Quelle: ADFC Dresden e.V.