Filderstadt/Dresden.Die ersten sechs Monate der Jahres waren für die Crews der Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung wieder arbeitsreich.

Die ersten sechs Monate der Jahres waren für die Crews der Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung wieder arbeitsreich: Die Luftretter*innen wurden 18.356-mal alarmiert, um schwer kranken oder verletzten Menschen schnellstmöglich und hochprofessionell medizinische Hilfe zu leisten. In den letzten Wochen bemerkten die Besatzungen darunter bereits einen Anstieg von Einsätzen im Zuge von Badeunfällen. Die Luftretter*innen sind dabei auch auf die Mithilfe der Badegäste angewiesen und appellieren daher an sie das Wasser zügig zu verlassen, wenn ein Hubschrauber sich nähert.

Novum im Rettungsdienst Die bundesweit erste H145 mit Fuenfblattrotor wurde im März 2021 an der Station Stuttgart in Dienst gestellt © DRF LuftrettungNovum im Rettungsdienst Die bundesweit erste H145 mit Fuenfblattrotor wurde im März 2021 an der Station Stuttgart in Dienst gestellt © DRF Luftrettung

Ein Sturz eines Nichtschwimmers in tiefes Wasser, eine starke Strömung, die Badende in die Flussmitte zieht, plötzliche Erschöpfung bei einer eigentlich guten Schwimmerin – derzeit ereignen sich gehäuft teils tödliche Badeunfälle, häufig an unbewachten Badeseen und Flüssen. Auch die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung sind regelmäßig im Einsatz, um vermisste Badende aus der Luft zu suchen oder die notärztliche Versorgung der Verunglückten zu übernehmen. Andreas Helwig, erfahrener Pilot der DRF Luftrettung und auch selbst immer wieder bei Badeunfällen im Einsatz, appelliert anlässlich der anstehenden Sommerferien nachdrücklich an Badegäste: „Verlassen Sie das Wasser sofort, wenn sich ein Hubschrauber nähert, da uns dies erheblich bei der Lokalisierung Hilfesuchender im Wasser hilft. Zudem trägt es auch zu Ihrer eigenen Sicherheit bei.“

In der ersten Jahreshaelfte fuehrten die drei Windenstationen in Bautzen Freiburg und Nuernberg Christoph 27  insgesamt 51 Windeneinsaetze durch. © DRF LuftrettungIn der ersten Jahreshaelfte fuehrten die drei Windenstationen in Bautzen Freiburg und Nuernberg Christoph 27 insgesamt 51 Windeneinsaetze durch. © DRF Luftrettung

Bei einer möglichen Landung können Badegäste ebenfalls unterstützen: „Bei solchen Einsätzen ist es zudem wichtig, Liegeflächen schnell zu räumen und keine Gegenstände zurück zu lassen. So ermöglichen Sie eine zügige Landung direkt an der Einsatzstelle und können mithelfen, bei Ertrinkungsunfällen Leben zu retten“, führt Helwig weiter aus. Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kam es allein im August 2020 zu einem Rekordanstieg von 117 Todesopfern. Für dieses Jahr befürchtet die Wasserrettungsorganisation sogar mehr Probleme und Zwischenfälle als bereits in der Saison 2020. Bedingt durch die Coronapandemie steht für viele Menschen wieder ein innerdeutscher Urlaub auf dem Programm. Damit verbunden sind oftmals Ausflüge an unbewachten Flüssen und Seen.

18356 mal hoben die Einsatzcrews der DRF Luftrettung bundesweit im ersten Halbjahr 2021 ab © DRF Luftrettung18356 mal hoben die Einsatzcrews der DRF Luftrettung bundesweit im ersten Halbjahr 2021 ab © DRF Luftrettung

Der in Dresden stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung leistete im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 620 Einsätze, davon 535 in der Notfallrettung und 85 zum Transport kritisch kranker oder verletzter Patient*innen zwischen Kliniken. Die in Sachsen stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden in den ersten sechs Monaten 2021 zusammen 1.393-mal alarmiert.

Quelle: DRF Luftrettung

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