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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Strecke Heidenau – Altenberg ab Samstag wieder frei

MeiDresden.de  19.01.2018  14:05 Uhr  - Die Städtebahn Dresden nimmt ab Samstag den normalen Fahrbetrieb wieder auf! Auch der Wintersportexpress fährt 8.05 Uhr und 10.05 Uhr vom Dresdner Hauptbahnhof - am Samstag und Sonntag direkt zu den Pisten in Geising (in 58 min) und Altenberg (in 65 min). Die Rückfahrten ab Altenberg beginnen jeweils 15.18 Uhr und 17.18 Uhr.

MeiDresden.de  19.01.2018  12:30 Uhr - Aktuell - Einsatz des SEVs zwischen Heidenau und Altenberg verlängert - Der zurzeit eingesetzte Schienenersatzverkehr auf der Strecke zwischen Heidenau und Altenberg sowie Gegenrichtung wird einschließlich bis Freitag, den 19.01.2018, im Einsatz sein. Wie es ab dem 20.01.2018 weitergeht, wird die Städtebahn Sachsen GmbH nach der Streckenbesichtigungsfahrt diesen Freitag berichten. Am Freitag wird auch darüber entschieden, ob der WintersportExpress am Wochenende im Einsatz sein wird.

Die gemeinsame Streckenbesichtigungsfahrt von der DB Netz AG und Städtebahn Sachsen GmbH (SBS) am vergangenen Montag ergab, dass auf dem gesamten Streckenabschnitt zwanzig kritische, sofort zu bearbeitende Rückschnittstellen vorhanden sind, die bis einschließlich Mittwochmittag gerodet werden sollen. Im oberen Bereich der Strecke, kurz vor Altenberg, arbeiteten die DB Netz AG und der Sachsenforst bereits seit vergangenen Freitag ununterbrochen Tag und Nacht an der Beseitigung von Vegetation, zum Teil mit schweren Geräten.  >>> Schienenersatzverkehr <<<

Nach Einschätzung der Experten wird bei planmäßiger Abarbeitung der Gefahrenpunkte die Strecke Heidenau - Altenberg wieder befahrbar sein. Nach Abschluss der Vegetationsarbeiten ist nach jetzigem Stand für Mittwochnachmittag eine weitere Erkundungsfahrt geplant, auf deren Basis über die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs entschieden wird.

Foto: MeiDresden.de   Bahnstrecke der Städtebahn Sachsen


Außerdem sollen mögliche neue Sturmschäden aufgrund der für Donnerstag vorhergesagten Unwetterwarnung mit Orkanböen für die Deutschen Mittelgebirge abgewartet werden, um eine erneute Gefährdung von Fahrgästen und Personal zu vermeiden. Damit bleibt vorerst bis einschließlich Donnerstag Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Angestrebt wird, im Laufe des Freitags den Bahnverkehr wieder aufzunehmen. Das sogenannte „Fahren auf Sicht“ kommt nicht in Frage, da damit die Fahrzeiten nicht eingehalten werden können und Verspätungen sowie eine Ausdünnung des Fahrplanangebotes die Folge wären.
 
In der Gesprächsrunde wurde auch vereinbart, dass bei einer planmäßigen Baumaßnahme im Juli 2018, in deren Zeit ohnehin der Streckenabschnitt Heidenau- Altenberg gesperrt ist, durch die DB Netz AG weiterer präventiver Vegetationsschnitt erfolgt. DB Netz AG hat heute auch bestätigt, dass nunmehr die Vegetationsprobleme der anderen von der Städtebahn befahrenen Strecken von Dresden nach Kamenz, Königsbrück und Sebnitz erfasst und rückgeschnitten werden. Für die Strecke Dresden- Kamenz wurde bereits eine Videomessfahrt durchgeführt, deren Ergebnis bei den Arbeiten berücksichtigt wird.
       
„Es freut mich, dass das heutige gemeinsame Bestreben zwischen SBS und DB Netz AG zu einem Ergebnis führt“, so Torsten Sewerin. „ Die Sicherheit der Fahrgäste, sowie die der Mitarbeiter beider Unternehmen,  ob DB AG oder Städtebahn, haben oberste Priorität.“



MeiDresden.de  16.01.2018  09:34 Uhr -
Aktuell - Noch immer ist die Strecke von Heidenau nach Altenberg von der Städtebahn Sachsen gesperrt.  Am Montag sollte die Strecke durch Mitarbeiter der Städtebahn Sachsen und DB Netz begutachtet werden.

Die Strecke von Heidenau nach Glashütte ist von der DB Netz AG frei gegeben, jedoch empfiehlt DB Netz AG aufgrund mangelnder Standfestigkeit der Bäume der Geschäftsleitung der SBS „Fahren auf Sicht“. Wie die Städtebahn Sachsen auf ihrer Webseite bekannt gaben ist bis mindestens 17.Januar ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Torsten Sewerin, Geschäftsführer des Unternehmens:
„Wir werden uns nicht durch eine allgemeine „Fahren auf Sicht Anweisung“ der DB Netz AG in die Verantwortung drängen lassen, die nicht in unserem Risikobereich steht. Ein „Fahren auf Sicht“ kann keine Lösung sein, sondern nur in Extremsituationen und Ausnahmefällen in Betracht kommen, zum einen, weil dies die vollständige Verantwortung des Lokführers nach sich zieht, zum anderen, weil wir unsere Fahrplanvorgaben der Züge einhalten müssen.

Foto: MeiDresden.de   Bahnstrecke der Städtebahn Sachsen

Rückschnitts- oder Vegetationsprobleme des Netzbetreibers können nicht mit einer „Fahren auf Sicht“- Anweisung gelöst werden. Beim „Fahren auf Sicht“ hat der Lokführer seine Fahrweise so einzurichten, dass er rechtzeitig vor jedem Hindernis zum Halten kommt. Die Fahrpläne der Züge werden nicht gehalten, da die Lokführer die Geschwindigkeiten der Züge beim „Fahren auf Sicht“ erheblich reduzieren. Die Städtebahn hat am 12.01.2018 DB Netz AG aufgefordert, zu konkretisieren, bis wann die Strecke zwischen Glashütte und Altenberg uneingeschränkt sicher befahrbar ist.

Foto: MeiDresden.de  Bahnstrecke der Städtebahn Sachsen

Darüber hinaus werden Bahnbetriebsexperten von Städtebahn und DB Netz AG Anfang der neuen Woche eine gemeinsame Bereisung der Strecke von Heidenau nach Altenberg vornehmen, um die Unfallschwerpunkte festzustellen und daraus einen Maßnahme Katalog  erstellen.

Foto: MeiDresden.de   Bahnstrecke der Städtebahn Sachsen

Zwischenzeitlich finden an den größten Unfallschwerpunkten auf der Strecke bereits erhebliche Rückschnittmaßnahmen durch die DB Netz AG statt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass der Zugbetrieb zeitnah wieder aufgenommen werden kann“, so Torsten Sewerin und erwarten, dass die DB Netz erklärt: dass seitens der Infrastruktur der Abschnitt uneingeschränkt sicher befahrbar ist.

MeiDresden.de  10.01.2018  14:40 Uhr  - update 12.01.2018 -  Bäume im Gleis auf der Strecke zwischen Heidenau und Altenberg sorgen für schwere Beschädigungen an den Zügen und Lebensgefahr für Lokführer und Fahrgäste. Die Bahnbetriebsleitung der Städtebahn Sachsen GmbH hat am Dienstag den Zugbetrieb nach Altenberg eingestellt. Bis auf Weiteres kommt es zum Einsatz von Schienenersatzverkehr auf dieser Relation. Die DB Netz AG sorgt nicht mehr für einen sicheren Zustand der Strecke. Auch am Donnerstag soll es noch den Ersatzverkehr geben. Die Deutsche Bahn weist die Anschuldigung zurück. Wie die Städtebahn Sachsen auf ihrer Webseite bekannt gaben ist bis mindestens 17.Januar ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

 

MeiDresden.de frage in der Pressestelle der Deutschen Bahn in Leipzig nach. Ein Bahnsprecher antwortete auf unsere Nachfrage wie folgt:

Aufgrund eines orkanartigen Sturms mit Windstärke 10 kam es am 9.1.  es auf der Strecke Heidenau-Altenberg zu Beeinträchtigungen im Schienenverkehr durch umgestürzte Bäume. Der Streckenabschnitt musste zeitweise gesperrt werden. Die Auswirkungen auf die Fahrgäste bedauern wir sehr. Die DB Netz AG hat sofort gehandelt und weitere kurzfristige Maßnahmen ergriffen. Nach der sofortigen Räumung der betroffenen Bereich, wird aktuell die Vegetation in den relevanten Bereichen unabhängig der Besitzverhältnisse entfernt und Bäume, sich sich durch den Sturm nicht mehr als standsicher zeigen, gefällt.

Den grundsätzlichen Vorwurf des mangelnden Vegetationsmanagements weißt die DB Netz AG entschieden zurück. Baumstürze in der Vergangenheit ereigneten sich durch Unwetter, deren Auswirkungen sich nie vollumfänglich vorhersagen lassen.

Die Strecke befindet sich seitens der DB Netz AG in nachhaltiger Vegetationspflege unter strikter Anwendung aller relevanten Richtlinien.

Für die Arbeiten sind intensive Abstimmungen mit den zuständigen Umweltbehörden und auch mit privaten Anliegern notwendig. Hier ist die DB auf die Zustimmung der Beteiligten angewiesen, bevor notwendige Vegetationsarbeiten durchgeführt werden können. Sobald sich Bäume auf Privatgrundstücken befinden, ist ein Eingriff in die Vegetation juristisch nur möglich, wenn der Eigentümer ausdrücklich zustimmt oder Gefahr in Verzug ist. Hier hat die DB Netz AG auch in der Vergangenheit umgehend reagiert.  Die DB Netz AG ist auch in den letzten Wochen zu diesem Thema mit Verantwortlichen der Städtebahn Sachsen zu diesem Thema im Austausch und wird diesen auch weiterhin pflegen.

Das Konzept des Vegetationsrückschnitts der DB erfolgt auf Basis des Natur- und Umweltschutzes. Die DB arbeitet bereits seit 2007 kontinuierlich an der Umsetzung eines Präventionsprogramms. Der Rückschnitt erfolgt auf mindestens 6 Metern rechts und links der Gleise. Bäume an den Strecken werden regelmäßig im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben inspiziert.

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Ausgangspunkt der Entscheidung waren drei schwere Kollisionen von Zügen der Städtebahn Sachsen GmbH am 09.01.2018  mit umgefallenen Bäumen im Gleis. „Die Betriebssicherheit durch den Infrastrukturbetreiber DB Netz AG wird nicht mehr gewährleistet“ so Torsten Sewerin, Geschäftsführer der Städtebahn Sachsen GmbH. Die vertretende Rechtsanwaltskanzlei der Städtebahn Sachsen GmbH, Bach I Dr. Krebs I Zahn I Valdfogl - Aschaffenburg, empfiehlt Sewerin und deren Team diesen Schritt, da die bisherigen Aufforderungen an die DB Netz AG, nachhaltig für die Sicherheit des Schienenverkehrs Sorge zu tragen und damit Gefahren für Leib und Leben der Passagiere abzuwenden, selbst beim Vorstand der DB Netz AG in Frankfurt ungehört blieben.

Ein Lokführer, der regelmäßig seine Dienste auf dem Streckenabschnitt absolviert, sagt: „Ich bin sehr verunsichert nach Altenberg zu fahren. Hinter jeder Kurve erwarte ich einen umgefallenen oder morschen Baum. Die Strecken sind zugewachsen und es sollte dringend nachhaltig etwas unternommen werden.“

In den vergangenen Jahren hat die Städtebahn Sachsen GmbH bereits einen Millionenschaden an den Fahrzeugen erlitten, wobei sich die DB Netz AG immer wieder auf höhere Gewalt beruft und in langwierigen Gerichtsverfahren eine Regulierung der Sachschäden ablehnt. „Tatsächlich ist es so, dass der Regionalbereich Südost der DB Netz AG budgetseitig überfordert ist und keine Mittel, weder finanziell noch personell, zur Verfügung hat, um den Vegetationsrückschnitt vorzunehmen. Sie sind aber laut Allgemeinem Eisenbahngesetz dazu in der Pflicht.

Wir haben heute die DB Netz AG aufgefordert, unverzüglich einen Maßnahmenplan vorzulegen und uns mitzuteilen bis wann die Sicherheit der Strecke nach Altenberg wieder hergestellt wird, damit unsere Züge gefahrlos fahren können“ so Torsten Sewerin. Der aktuelle Zustand auf der Strecke kann nicht hingenommen werden: „Ich erwarte eine verbindliche Aussage und einen umfänglichen Vegetationsrückschnitt nach Richtlinien und DIN Vorgaben auf unseren Strecken“ erklärt Torsten Sewerin.
Wann der Zugverkehr nach Altenberg wieder zum Rollen kommt, ist ungewiss. Dies hängt maßgeblich davon ab, wann die DB Netz AG den sicheren Zustand der Strecke wieder hergestellt hat und dies erklärt.

 

Quelle: Städtebahn Sachsen GmbH


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