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ADFC Dresden gibt Tipps für den Radalltag im Schnee – Karte der Stadt zeigt Räumplan für Radwege.

 

Auch in der kalten Jahreszeit sind viele Dresdner*innen für ihre alltäglichen Wege auf das Fahrrad angewiesen oder möchten sich nicht nur im Sommer schnell und umweltfreundlich fortbewegen. Wer sich auf den Winter richtig einstellt, wird auch an kalten Tagen gut mit dem Rad vorankommen. Regelmäßiges Radfahren während der oft bewegungsarmen Wintermonate ist zudem ein guter körperlicher Ausgleich und hilft dabei, fit zu bleiben. „Das Radwegenetz, dass die Stadt im Winter von Eis und Schnee befreit, ist größer geworden. Im Themenstadtplan kann man die geräumten Radwegrouten einsehen, etwa die Abschnitte des Elberadweges und die neue Radroute DD-Ost.“, berichtet Nils Larsen vom Vorstand des ADFC Dresden. „Doch es bleiben zwei Wermuts- tropfen: Die Radwege haben nicht die oberste Priorität. So kann es früh morgens sein, dass entgegen der Karte die Routen noch nicht geräumt sind. Zudem wird aktuell nur ein kleiner Teil der Winterdienstkonzeption für den Radverkehr umgesetzt, ein Räumplan, der schon seit 2019 vorliegt.“

Elberadweg  am Rosengarten ©ADFC DDElberadweg am Rosengarten ©ADFC DD 

Beim Radfahren in der kalten Jahreszeit ist es in jedem Fall hilfreich, ein paar Tipps zu beachten:

Vorausschauend fahren
Während im Auto eine Anzeige am Armaturenbrett vor Glätte warnt, müssen Radfahrende dies selber im Blick haben. Überfrierende Nässe ist oft nicht gleich zu sehen, deshalb gilt bei Temperaturen um 0°C ganz besonders: Vorausschauend fahren! Heftige Lenkbewegungen vermeiden! Scharfes Bremsen unterlassen! In den Kurven langsam fahren, im Zweifel lieber absteigen und kurz schieben.

Straße statt Radweg?
Sind Radwege nicht ausreichend geräumt oder z. B. durch schlechten Belag gefährlich für Radfahrende, müssen sie nicht benutzt werden – auch wenn ein blaues Radwegschild vorhanden ist. Straßen sind durch häufigeren Räumdienst, Salzeinsatz und die enorme Abwärme der Autos meist schneller schnee- und eisfrei . Weil sich Radfahrende beim Ausweichen auf die Straße oft zwischen Schneewällen und ungeduldigem Autoverkehr eingezwängt finden und sich nicht wirklich sicherer fühlen können, fordert der ADFC schon seit längerem, dass die Kommunen auch Rad- und Fußwege räumen.

Bremsen + Licht
Durch schlechtere Sichtverhältnisse sind intakte Bremsen, sowie funktionierendes Licht besonders wichtig. Am Fahrrad sollten alle vorgeschriebenen Reflektoren vorhanden und gut sichtbar im Dunkeln sein. Für die Fahrradbeleuchtung sind seit einigen Jahren sowohl an Tourenrädern als auch bei Citybikes Lichtanlagen mit LED-Scheinwerfern und Nabendynamo Standard. Seit einigen Jahren sind statt der Dynamobeleuchtung auch Akkuleuchten erlaubt. Aber Achtung: Nicht alles mit einem Akku und einer LED ist gleichzeitig ein zugelassenes Fahrradlicht.

Elberadweg Canaletto Blick ©Jürgen IlchmannElberadweg Canaletto Blick ©Jürgen Ilchmann 

Vorderlicht blendet nicht
Sind die Fahrradscheinwerfer falsch, sprich zu hoch eingestellt, blenden Sie den Gegenverkehr. Gerade die neuen leistungsstarken LED-Scheinwerfer können enorm blenden. Der Scheinwerfer muss so montiert sein, dass der Nahbereich vor dem Rad gut ausgeleuchtet wird und das entfernte Ende des Lichtkegels als deutliche Hell-Dunkel-Grenze auf der Fahrbahn zu erkennen ist. So ist eine gute Ausleuchtung der Fahrbahn möglich, ohne den Gegenverkehr oder Fußgänger*innen zu stark zu blenden.

Kette + Pflege
Weil das Fahrrad im Winter Nässe, Schmutz und Salz besonders stark ausgesetzt ist, lohnt sich eine regelmäßige Pflege. Die Kette sollte häufiger abgewischt und geölt werden. Doch nicht jedes Öl eignet sich zur Kettenpflege: Wenn Sie mit Ihrem Rad lange Spaß haben wollen, sollten Sie darauf achten, dass die Kette weder nicht zu trocken, noch zu klebrig ist.

Gut sichtbar + warm
Vor allem in gut beleuchteten Städten sind neonfarbene Jacken oder Warnwesten nicht unbedingt notwendig. Für die persönliche Ausrüstung ist dann beispielsweise ein reflektierendes Hosenband ausreichend. Bei längeren Strecken in der Dunkelheit sind Reflektoren an der Kleidung hilfreich. Radfahrende sollten darauf achten, besonders Hände und Füße warm zu halten. Für die restliche Kleidung gilt: lieber mehrere dünne Lagen als eine dicke. Dann kann man besser variieren, um weder frieren noch schwitzen zu müssen.

Fahrradpflege im Winter, die richtigen Reifen, passende Beleuchtung, gute Kleidung: Zu diesen und weiteren Themen hat der ADFC-Bundesverband ein ganzes Dossier zum Thema „Tipps und Empfehlungen fürs Radfahren im Winter“ veröffentlicht.

Karte Winterdienst auf Radwegen und -routen in Dresden: https://stadtplan.dresden.de/?permalink=YgP66l

Quelle: ADFC Dresden e.V.