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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - AKTUELL: Entwickelt sich der Wiener Platz Dresden zur No-Go Area?

MeiDresden.de  28.08.2017  14:40 Uhr - (MS) -  Es ist das Tor zur Stadt, der Wiener Platz befindet sich nahe dem Hauptbahnhof Dresden. Hier hat sich seit den letzen Jahren die Drogenszene niedergelassen. Heimliche Verkäufe von Marihuana, Crystal und andere Drogen sind längst sichtlich geworden. So hat sich in den letzten Jahren ein Umschlagplatz rund um den Hauptbahnhof und der Prager Straße entwickelt. Die Polizei versucht dem ganzen mit regelmäßigen Razzien Einhalt zu bieten, aber das hat in der letzten Zeit leider nicht gefruchtet. Was wollte man nicht schon alles unternehmen, geschehen ist bist jetzt nichts sichtbares.



Seit gut 15 Monaten demonstrieren Dresdner Bürger, die jetzt ein Verein gegründet haben, gegen den Drogenhandel in Dresden. Mit dieser Aktion wollen sie das Innenministerium und Herrn Ulbig zum Handeln bewegen. Fragt man die Stadt oder das Innenministerium erhält man zum Thema nur lapidare Antworten. Die Anfrage von MeiDresden.de an das Innenministerium, was gegen diesen Zustand seitens der Innenministeriums unternommen werde, wurde die Antwort in Zusammenarbeit mit der Polizei an uns gesendet. Wie kann das sein, dass ein Innenministerium nicht in der Lage ist eine eigenständige Antwort zum Thema zu geben?



Die Polizei sieht keinen örtlichen Schwerpunkt innerhalb des Wiener Platzes. Mit dem Phänomen „Wiener Platz“ soll auch zukünftig nicht anders umgegangen werden.
Zielrichtung der Einsätze ist in erster Linie die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität. Bis einschließlich 31. Juli haben wir insgesamt acht Einsätze im Bereich des Wiener Platz durchgeführt. Dabei konnten 106 Tatverdächtige gestellt werden. 29 von ihnen müssen sich wegen des Handels mit Betäubungsmitteln, der Rest wegen des Besitz von Betäubungsmitteln verantworten, so Polizeisprecher Thomas Geithner auf Nachfrage von MeiDresden.



Das Handlungspotential der Polizei besteht in der Präsenz durch unseren Streifendienst in Uniform, Identitätsfeststellungen, Platzverweisen, Ingewahrsamnahmen, vorläufige Festnahmen und zwangsweise Verbringung in medizinische Einrichtungen. Wir haben ja schon einige Einsätze durchgeführt und dabei auch erste Wirkungen erzielt. Allerdings braucht man zur Bekämpfung eines solchen Phänomens auch einen langen Atem. Die Szene löst sich nicht über Nacht einfach auf. Die Ressourcen der Polizei sind außerdem endlich und die Polizei kann nicht immer für die alleinige Lösung gesellschaftlicher Phänomene verantwortlich gemacht werden, so der Polizeisprecher weiter. Hier muss die Politik ran, die Polizei ist nur das ausführende Organ. Gerne stellen wir hier noch einmal die Frage in den Raum, warum seitens des Innenministeriums die Antwort auf unsere Nachfrage an die Polizei weiter gegeben wird?



Bereits Ende Januar 2016 wurde eine Vor Ort Begehung mit Herrn Ulbig durchgeführt. Und man wolle mal überlegen was man machen könne um das Problem Wiener Platz in
den Griff zu bekommen. Hat man bereits den Wiener Platz samt seiner Kriminalität aufgegeben? Fakt ist, dass die Einkaufsstraße immer mehr von Kriminellen, Bettlern und Dieben heimgesucht wird. Auch ein ungestörtes warten auf die Straßenbahn ist fast unmöglich, denn sie werden von Kindern angebettelt. Auch Gäste auf den Terrassen haben keine Ruhe vor den Bettelkindern. So ist die derzeitige Situation vor Ort.

Die eingeführte Citystreife musste mangels Finanzierung wieder eingestellt werden. Hier wäre sicherlich eine ständige bzw. regelmäßige Bestreifung durch die Polizei oder dem Ordnungsamt angebracht um so die Probleme im Kern ersticken zu können.  Auf unsere Fragen zur "City Streife", antwortete Jürgen Wolf - Geschäftsführer des City Management Dresden e. V.:" für die City Streife gibt es aktuell keine Pläne, sie wieder aufleben zu lassen. Der Prager Straße geht es gut, die Leerstände sind schon wieder vermietet, die neue Satzung Straßenmusik greift, eigentlich gibt es gerade nichts zu meckern, so Wolf weiter.

Begehung der Prager Straße/Wiener Platz 2016

Geht es der Prager Straße und dem Wiener Platz wirklich so gut? Hier streiten sich die Götter. Klar es gibt Polizeieinsätze und der Gemeindlichen Vollzugsdienst (GVD) zieht im Rahmen ihrer Fußstreife, die täglich mehrfach im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Neumarkt zur Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls von Bewohnern und Gästen der Stadt sowie zur Kontrolle der Straßenmusik stattfindet, seine Runden.

Was ist aber mit den rumänischen Bettelkindern? Hier teilte uns die Landeshauptstadt Dresden mit, dass dieser Punkt ein Vorschlag für die neue "Polizeiverordnung "  ist. "Die Polizeiverordnung befindet sich derzeit im internen Geschäftsgang.

Sie wird in den Ausschüssen diskutiert, um dann im Herbst auf die Tagesordnung des Stadtrates zu kommen. Erst wenn der Stadtrat die Polizeiverordnung beschlossen hat und sie im Amtsblatt veröffentlicht wurde, tritt sie in Kraft. Ob und welche Veränderungen es in der Polizeiverordnung geben wird (beispielsweise zum Thema Betteln) entscheidet abschließend der Stadtrat, so die Landeshauptstadt Dresden.

Fotos: MeiDresden.de
 

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